Happy End (Komödie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Daten des Dramas
Originaltitel: Happy End
Gattung: Komödie in drei Akten mit Musik
Originalsprache: deutsch
Autor: Elisabeth Hauptmann
Musik: Kurt Weill
Uraufführung: 2. September 1929
Ort der Uraufführung: Theater am Schiffbauerdamm, Berlin
Personen

Elisabeth Hauptmanns Stück Happy End entstand in der ersten Jahreshälfte 1929 als Nachfolgeprojekt zur erfolgreichen Dreigroschenoper Bertolt Brechts. Das Stück setzt sich mit der Geschichte der Heilsarmee, einer Gangsterbande und der Zerstörung der großen Städte auseinander. Es geht dabei um die Zusammenhänge zwischen Religion und Geschäft. Am 2. September 1929 fand die Uraufführung im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin statt.

Autorschaft[Bearbeiten]

Die Autorschaft war lange umstritten, Happy End wurde zunächst dem Werk Brechts zugeordnet, nachdem es unter dem Pseudonym „Dorothy Lane“ veröffentlicht worden war. Seit 1977 gilt Elisabeth Hauptmann als Autorin. Nur die Songs sind von Brecht und Weill. Im Juni hatte Brecht einen Brief an Elisabeth Hauptmann geschrieben, indem er sie aufforderte das Projekt zu übernehmen. Der Brief enthielt einige Anmerkungen zum Plot und zu den Personen.[1]

Inhalt[Bearbeiten]

1. Akt[Bearbeiten]

Eine klischeehaft geschilderte Verbrecherbande wartet in der Kneipe auf ihren geheimnisvollen weiblichen Boss und auf Bill Cracker, der gerade seinen Konkurrenten ermordet hat.

Text[Bearbeiten]

  • Dorothy Lane: Happy End. Für das Theater bearbeitet von Elisabeth Hauptmann. Songs von Bertolt Brecht, Bühnenmanuskript, Berlin 1929
  • Elisabeth Hauptmann: Julia ohne Romeo. Geschichten. Stücke. Aufsätze. Erinnerungen. 252 Seiten, Aufbau-Verlag, 1. Auflage 1977, S. 65-135

Verfilmungen[Bearbeiten]

  • Manfred Wekwerth: „Happy End.“ Drehbuch nach der Komödie von Dorothy Lane (Elisabeth Hauptmann), 1976
  • Happy End oder Wie ein kleines Heilsarmeemädchen Chicagos größte Verbrecher in die Arme der Gesellschaft zurückführte, Fernsehfilm 1972, Regie: Heinz Schirk; Produktion: Südwestfunk (SWF)
  • „America's Musical Theater“ 1985, Autoren: Michael Feingold, Elisabeth Hauptmann (1 Folge 1985), Scott Joplin, Produktion: WGBH Educational Foundation, Vertrieb: WGBH Educational Foundation (1985) (USA) (TV)
  • Happy End, Fernsehfilm 1990, João Lourenço und Vera San Payo de Lemos (Übersetzer), Radiotelevisão Portuguesa (RTP), Portugal

Sekundärliteratur und Kritiken[Bearbeiten]

  • John Fuegi: Brecht & Co. Biographie, Autorisierte erweiterte und berichtigte deutsche Fassung von Sebastian Wohlfeil, ISBN 3-434-50067-7
  • Paula Hanssen, Elisabeth Hauptmann: Brecht's Silent Collaborator. New York (Peter Lang) 1995, 173 Seiten, ISBN 3906753115
  • Hiltrud Häntzschel: Brechts Frauen. 314 Seiten, Rowohlt Tb. 1/2003, ISBN 978-3-499-23534-4
  • Sabine Kebir: Ich fragte nicht nach meinem Anteil. Elisabeth Hauptmanns Arbeit mit Bertolt Brecht. Berlin (Aufbau-Verlag) 1997, 292 S., ISBN 3-7466-8058-1 (dokumentiert auch die Tagebücher von Elisabetz Hauptmann von 1926)
  • Astrid Horst, Klaus Völker: Prima inter pares. Elisabeth Hauptmann - die Mitarbeiterin Bertolt Brechts. 95 Seiten, Königshausen & Neumann 1997, ISBN 978-3-88479-685-6
  • Tobias Lachmann: Und das Ganze endet happyendlich/Selbstverständlich.' Gangster, Girls und Geldgeschäfte in Elisabeth Hauptmanns Komödie 'Happy End', in: Rüdiger Sareika (Hrsg.): Anmut sparet nicht noch Mühe. Zur Wiederentdeckung Bertolt Brechts, Iserlohn 2005, S. 135–170. ISBN 3-931845-92-3 [1]
  • Jan Knopf: Sex for text. Anleitung zur Firmengründung oder Wie der amerikanische Literaturwissenschaftler John Fuegi einmal die Laken des Dichters Bertolt Brecht entzifferte. In: Konkret. Politik und Kultur, Heft 10, Oktober 1994, S. 53-55.
  • John Willett: Bacon ohne Shakespeare? - The Problem of Mitarbeit, in: Brecht-Jahrbuch 12, 1985, ISBN 3883773492
  • Time Magazin U.S., Germany: Happy End. 16. September 1929[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. GBA Bd. 28, Briefe 1, S. 320f.