Hedonischer Preis

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Die Bestimmung hedonischer Preise ist ein Verfahren, mit dem statistische Ämter versuchen, Qualitätsänderungen bei der Ermittlung der Inflation besser zu berücksichtigen. Dies ist insbesondere dort erforderlich, wo sich Qualität und Leistungsmerkmale von Gütern rasch wandeln, insbesondere etwa bei elektronischen Gütern. Nimmt man einen heute handelsüblichen Computer zum Maßstab, so gab es vor fünf Jahren auf dem Markt noch kein Gerät mit den heutigen Leistungsmerkmalen, während ein damaliges Standardgerät heute wohl gar nicht mehr angeboten würde. Folglich birgt die Berechnung eines Preisindex für Computer nahezu zwangsläufig das Risiko falscher Ergebnisse.

Beispiel[Bearbeiten]

Angenommen ein Computer kostet 850 € und besitzt eine Festplatte mit 120 GB Speicherkapazität. Zwei Jahre später kostet ein vergleichbarer Computer 900 € und ist mit einer 250-GB-Festplatte ausgestattet. Weitere Unterschiede bei den Leistungsmerkmalen seien nicht vorhanden. Ein direkter Preisvergleich ergibt dann, dass der Computer sich um 5,9 Prozent verteuert hat. Wird aber die Größe der Festplatte berücksichtigt, dann ist ein Preisrückgang von 7,1 €/GB auf 3,6 €/GB, also fast um 50 % zu verzeichnen. Eine solche, relative Preissenkung aufgrund einer Leistungssteigerung wird bei der Ermittlung eines Preisindexwertes durch die Berechnung hedonischer Preise berücksichtigt.

Kritik[Bearbeiten]

Gerade aufgrund der rasanten Entwicklung im Bereich der Computerhardware ist das hedonische Preisverfahren allerdings auch umstritten. Ein Personal Computer aus dem Jahr 2000 hatte die gleiche Rechenleistung wie ein ganzes Rechenzentrum von 1980 und wird nach der hedonischen Methode auch mit dessen Preis verglichen. Diese Rechenleistung war im Jahr 2000 bei einem typischen Windows-PC allerdings schon für die Ausführung ganz alltäglicher Büroarbeiten wie das Schreiben eines Textes notwendig. Die Vervielfachung der Rechenleistung kann daher nicht mit einer Vervielfachung der Qualität gleichgesetzt werden. Es wird sogar kritisiert, dass die Entwicklung gängiger Software die Leistungssteigerung überkompensiert.[1] Im Vergleich zu einem zwei Jahre älteren PC ist die Computerhardware zwar doppelt so leistungsfähig. Für den Anwender ergibt sich bei derselben Arbeitsaufgabe auf dem neueren PC aber sogar eine Leistungseinbuße.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Randall C. Kennedy: Fat, fatter, fattest: Microsoft's kings of bloat. InfoWorld. 14. April 2008. Abgerufen am 22. August 2011.

Weblinks[Bearbeiten]