Heißluftgebläse

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Werkzeug, zu Heißluftgebläse im Sinne eines Heizlüfters, siehe dort.
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Eine Heißluftpistole

Ein Heißluftgebläse (oft Heißluftpistole genannt) ist ein Elektrowerkzeug, mit dem ein Arbeitsbereich gezielt erwärmt (oder auch abgekühlt) werden kann. Zu diesem Zweck wird mit einem Gebläse Umgebungsluft angesaugt, mittels eines Heizelements erhitzt und durch ein Austrittsrohr als Heißluft ausgeblasen. Der Aufbau ähnelt dabei meist einem Haartrockner. Die Luftdurchflussmenge lässt sich meist auf ca. 150 bis 500 Liter/min, die Temperatur auf ca. 50 bis 650 °C einstellen. Bei vielen Geräten können unterschiedlich geformte Austrittsdüsen zur Lenkung des Heißluftstromes aufgesteckt werden.

Einsatz[Bearbeiten]

Ein wichtiger Vorteil des Heißluftgebläses gegenüber einem Bunsenbrenner oder einer Lötlampe ist die Wärmeeinbringung ohne Flamme. Brennbare Materialien können auf diese Weise mit weniger Gefahrenpotenzial bearbeitet werden.

Die Einsatzgebiete für Heißluftgebläse sind vielfältig:

Einfache Heißluftgebläse lassen nur eine sehr grobe Temperatur- und Durchflusseinstellung zu. Einzelne Heizwendeln werden je nach Schaltstufe hinzugeschaltet, ein Überhitzen des Gerätes wird mittels eines Überhitzungsschutzes vermieden. Simple Drosselung ist durch das Vorschalten einer Leistungsdiode möglich, sodass nur eine Halbwelle des Wechselstroms genutzt wird.

Elektronik-Heißluftgebläse regeln die Temperatur der ausströmenden Luft mit Hilfe eines im Heißluftstrom platzierten Temperatursensors. Das Heizelement kann anhand der dort ermittelten Temperatur elektronisch geregelt werden – wodurch eine bestimmte Solltemperatur wesentlich genauer eingestellt werden kann. Auch an im Luftstrom befindliche Aufsatzdüsen, die zu teilweise erheblich reduzierten Luftdurchflussmengen führen, kann sich ein Elektronik-Gerät wesentlich besser anpassen.

Es sind auch Heißluft erzeugende Gasbrenner erhältlich, die mittels eines Katalysators ohne Flamme arbeiten. Meist sind dies universelle Gaslöter, die vor allem für den mobilen (schnurlosen) Einsatz gedacht sind.

Raumheizung[Bearbeiten]

Heißluftgebläse zur Raumheizung liefern deutlich größeren Luft-Durchsatz bei gemäßigter Maximaltemperatur. Sie dienen zur Erwärmung von (ziemlich) geschlossenen Räumen, etwa um auf Hausbaustellen das Einfrieren von Wasserleitungen oder abbindendem Beton und Putz zu vermeiden, Wände oder deren Bemalung zu trocknen, Handwerkerarbeiten innen bei höherer als der winterkalten Außentemperatur zu ermöglichen. Auch Fahrzeuge, Wohnmobile, Festzelte werden damit beheizt. Elektrische Energie ist relativ teuer, die Lieferleistung limitiert: aus einer Haushaltssteckdose oft mit 10 Ampere x 230 Volt = 2.300 Watt, pro Haus oder Baustelle vielleicht mit 3 x 25 A x 400 V (Drehstrom im Dreieck) = 30 kW. Daher werden Heizleistungen bis 2 kW der Einfachheit halber meist elektrisch als Strahler oder Heizlüfter realisiert, Leistungen von 2 bis 5 kW oft jedoch als Gas-Strahler mit Verbrennung eines Propan-Luft-Gemisches an einer als Flammensperre und eventuell katalytisch wirkenden, durchströmten Keramikwabenwand. Kebap-Grillwände kombinieren 3 bis 5 solcher Elemente je 130 x 90 mm zu je 3,5 kW Maximalleistung.

Größere Leistungen von typisch 10 bis 30 kW werden, von Grillwänden abgesehen, als Heißluftgebläse (der Form wegen auch: Heizkanone) mit elektromotorischem Gebläse und Heizöl- oder Heizgasverbrennung realisiert. Das Gebläse bewirkt über den schnell strömenden waagrechten Luftausstoß die Anregung eines großräumigen Luftwirbels in der Halle, der im Idealfall die gesamte Luft im Raum durchmischt und - graduell - erwärmt.

Öl ist eher billiger als Gas, doch riecht es, das CO2 fördert in einem Gewächshaus das Pflanzenwachstum, belastet jedoch die Atmung von Tier und Mensch. Butan - Propan - Methan (Erdgas) liefern in dieser Reihung weniger und weniger CO2 pro Heizleistung, dafür mehr Wasserdampf, der etwa auf kalten Zeltwänden kondensiert. Standheizungen für Kfz (2,5 bis 35 kW) werden eventuell auch mit Benzin aus dem Fahrzeugtank betrieben und weisen eine eigene Abgasableitung auf, nicht alle erhitzen die Luft ohne Umweg über das Motorkühlsystem.

Bei Heißlufterzeugern ab 20 kW werden zunehmend Flamme und Heizluft getrennt gehalten. Da das Abgas über einen Kamin ins Freie abgeführt wird, kann einerseits Heizöl verwendet werden, ohne die Raumluft zu belasten, andererseits über die Kondensation von Wasserdampfgehalt des Abgases mehr Heizwärme genutzt werden. Zu- und Abluft-Schläuche mit Düsen gestalten den Übergang zu mobilen, containerisierten Heiz-Klima-Systemen fließend.