Propan

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Strukturformel
Strukturformel von Propan
Keile zur Verdeutlichung der Geometrie
Allgemeines
Name Propan
Summenformel C3H8
CAS-Nummer 74-98-6
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloses Gas[1]

Eigenschaften
Molare Masse 44,10 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte
  • 2,01 g·l−1 (gasförmig, 0 °C, 1013 hPa)[1]
  • 0,58 g·cm−3 (flüssig, am Siedepunkt)[1]
Schmelzpunkt

−188 °C[1]

Siedepunkt

−42 °C[1]

Dampfdruck

0,83 MPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (75 mg·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 04 – Gasflasche

Gefahr

H- und P-Sätze H: 220
EUH: keine EUH-Sätze
P: 210-​377-​381-​403 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
Hochentzündlich
Hoch-
entzündlich
(F+)
R- und S-Sätze R: 12
S: (2)-9-16
MAK

1000 ml·m−3, 1800 mg/m3[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Propan ist ein farbloses brennbares Gas und gehört zu den Kohlenwasserstoffen. Es steht in der homologen Reihe der Alkane an dritter Stelle.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Eigenschaften

Propan ist ein farb- und geruchloses Gas, hat einen Schmelzpunkt von −187,7 °C und einen Siedepunkt von −42 °C. Die kritische Temperatur liegt bei 96,8 °C[3], der kritische Druck bei 4,2 MPa[3] und die kritische Dichte bei 0,22 g·cm−3[3]. Propan kann leicht verflüssigt werden. Es löst sich bei 20 °C zu 75 mg·l−1 in Wasser[1].

Propan ist schwerer als Luft und wirkt in hohen Konzentrationen narkotisierend bis erstickend.[3]

Propan ist hochentzündlich und bildet zwischen einem Volumenanteil von 2,12 % bis 9,35 % in Luft explosible Gemische.[3] Seine Zündtemperatur liegt bei 470 °C (nach DIN 51794).[1] Der Heizwert beträgt 93 MJ·m−3.[3]

[Bearbeiten] Herstellung

Propan wird bei der Förderung von Erdgas als Nebenprodukt gewonnen und in einer Erdölraffinerie beim Cracken von Erdöl hergestellt.[3]

[Bearbeiten] Verwendung

[Bearbeiten] Energiequelle

Propangasflasche.

Es wird verflüssigt als Brenn- und Heizgas eingesetzt (Flüssiggas)[3], z.B. bei Pkw als Autogas, für den Heißluftballon, in Feuerungsanlagen, beim Kochen, für Warmwasserbereiter oder in Gasgrills.

[Bearbeiten] Kältemittel

Als Kältemittel[3] hat es die Bezeichnung R290 und wird in Kühlgeräten und Wärmepumpen[4] eingesetzt. In Australien wird R290 schon in über 1.000.000 Autos eingesetzt [5]. Propan hat ein niedriges Global Warming Potential (mit einem Wert von 3,3-fache des GWP von Kohlendioxid), kein Ozonabbaupotential und kann Ersatz für R-12 , R-22 , R-134a und andere Fluorchlorkohlenwasserstoffe dienen. Alte Anlagen dürfen aber nicht einfach mit Propan gefüllt werden, da es brennbar ist. Für Propananlagen sind eigene Sicherheitsvorschriften zu erfüllen.

[Bearbeiten] Sonstiges

Propan ist möglicher Bestandteil des Treibgases in Sprays (Lebensmittelzusatzstoff E 944[6]) und Softairs, sowie zur Herstellung von Ethylen und Propen.[3]

[Bearbeiten] Lagerung

Propan wird unter Druck verflüssigt in Gasflaschen oder Tanks gelagert.

Weiterhin wird es auch in unterirdischen Kavernen gelagert. Das Einlagern geschieht vorzugsweise in den verbrauchsarmen Monaten, um Verbrauchsspitzen im Winter abdecken zu können.

[Bearbeiten] Reaktionen

\mathrm{C_3H_8 + 5\ O_2 \longrightarrow  3\ CO_2 + 4\ H_2O}
Propan verbrennt zu Kohlenstoffdioxid und Wasser.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k Eintrag zu CAS-Nr. 74-98-6 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 13.01.2008 (JavaScript erforderlich)
  2. a b Eintrag zu CAS-Nr. 74-98-6 im European chemical Substances Information System ESIS (ergänzender Eintrag)
  3. a b c d e f g h i j Thieme Chemistry (Hrsg.): RÖMPP Online - Version 3.5. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2009.
  4. Manfred Petz(Hrsg.): Kohlenwasserstoffe als Kältemittel. Expert-Verlag, 1995, ISBN 3-8169-1186-2, S. 59–76.
  5. http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4081.pdf
  6. ZZulV: Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen zu Lebensmitteln zu technologischen Zwecken

[Bearbeiten] Literatur

  • Geert Oldenburg: Propan – Butan. Springer (1955), ISBN B0000BM42L

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Propan – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Propan – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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