Heinrich Backofen

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Johann Georg Heinrich Backofen, Selbstporträt um 1800

Johann Georg Heinrich Backofen (* 6. Juli 1768 in Durlach; † 10. Juli 1830 in Darmstadt) war ein deutscher Klarinettist und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Backofen entstammte einer Nürnberger Kartenmacher- und Musikerfamilie. Sein Vater war Mitglied der Kapelle des Markgrafen von Baden. Ab dem Jahre 1780 lebte Backofen in Nürnberg und studierte Musik, Zeichenkunst, Malerei und Sprachwissenschaft. Er betätigt sich als Porträtmaler und Schriftsteller und beherrschte mehrere Fremdsprachen. Ab 1789 unternahm er als Klarinettist längere Kunstreisen durch Frankreich, Italien und Spanien.

Im Jahre 1794 nahm er in Nürnberg die Stelle eines Flötisten an. Ab dem Jahre 1798 war er wieder als reisender Virtuose tätig. Im Jahr 1802 wurde Backofen in Gotha ansässig, wo er 1806 als herzoglicher Kammermusiker unter Louis Spohr eine Anstellung fand. Er wurde Harfenlehrer von Dorette Spohr (geborene Scheidler). 1811 kam Backofen nach Darmstadt und wurde Mitglied der dortigen Hofkapelle. Im Jahre 1830 starb er dort 62-jährig.[1]

Zu seiner Zeit genoss Backofen große Berühmtheit. Er war nicht nur als Komponist und Virtuose auf der Klarinette bekannt, sondern spielte zudem noch Harfe, Flöte und Bassetthorn. Außerdem betätigte er sich als Maler.

Werke (Auszug)[Bearbeiten]

  • Sinfonia concertante A-Dur op.10 für 2 Klarinetten und Orchester
  • weitere Konzerte für Klarinette(n), Bassetthorn, Horn und Harfe
  • Kammermusik für Bläser
  • Solowerke für Harfe
  • Lehrwerke
  • Harfen-Schule (Leipzig, 1801)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Grass, Dietrich Demus: Das Bassetthorn: Seine Entwicklung und seine Musik, Seite 94

Literatur[Bearbeiten]

  •  Thomas Grass, Dietrich Demus: Das Bassetthorn: Seine Entwicklung und seine Musik. Books on Demand GmbH, Berlin 2004, ISBN 978-3-8311-4411-2, S. 114, 122, 133, 145, 169, 196.

Weblinks[Bearbeiten]