Heinrich von Hessen-Darmstadt (1674–1741)

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Heinrich von Hessen-Darmstadt (* 29. September 1674 in Darmstadt; † 31. Januar 1741 in Butzbach) war ein Prinz von Hessen-Darmstadt, kaiserlicher General und Befehlshaber von Lleida (Lérida) im Spanischen Erbfolgekrieg.

Leben[Bearbeiten]

Heinrich war ein Sohn des Landgrafen Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt (1630–1678) aus dessen Ehe mit Elisabeth Dorothea von Sachsen-Gotha-Altenburg (1640–1709), Tochter von Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg.

Heinrich trat, wie seine Brüder Georg, Philipp und Friedrich zum katholischen Glauben über und trat in kaiserliche Dienste, wo er zum Generalwachtmeister aufstieg. Unter Führung seines Bruders Georg war er 1704 an der Einnahme von Gibraltars beteiligt.

Im Jahr 1705 wurde Heinrich zum Generalfeldmarschallleutnat und Befehlshaber von Lerida ernannt. Im Oktober 1707 verteidigte er, an der Spitze einer Armee von 2.500 Mann, die Stadt im Spanischen Erbfolgekrieg. Nach zweimonatiger Belagerung musste er sich dem 30.000 Mann starken Truppenverband Philipps V. ergeben. Nach einer Auseinandersetzung mit Graf Starhemberg quittierte er 1710 seinen Dienst.

Er kehrte nach Deutschland zurück und lebte in Butzbach, dem Witwensitz seiner Mutter. Unter deren Einfluss konvertierte er wieder zum Protestantismus.

Literatur[Bearbeiten]