Butzbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Butzbach
Butzbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Butzbach hervorgehoben
50.4366666666678.6622222222222199Koordinaten: 50° 26′ N, 8° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 199 m ü. NN
Fläche: 106,6 km²
Einwohner: 24 951 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 234 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35510
Vorwahl: 06033
Kfz-Kennzeichen: FB
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 005
Stadtgliederung: 14 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Schlossplatz 1
35510 Butzbach
Webpräsenz:
Bürgermeister: Michael Merle (SPD)

Butzbach ist eine deutsche Stadt im Wetteraukreis (Hessen) am nordöstlichen Übergang des Taunus zur Wetterau.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Luftaufnahme 2007

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Butzbach grenzt im Norden an die Gemeinde Langgöns (Landkreis Gießen), im Osten an die Stadt Münzenberg und die Gemeinde Rockenberg, im Süden an die Gemeinde Ober-Mörlen und die Stadt Usingen (Hochtaunuskreis) sowie im Westen an die Gemeinden Grävenwiesbach (Hochtaunuskreis) und Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis).

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Butzbach besteht aus den Stadtteilen Bodenrod, Butzbach (Kernstadt), Ebersgöns, Fauerbach vor der Höhe, Griedel, Hausen, Hausen-Oes, Hoch-Weisel, Kirch-Göns, Maibach, Münster, Nieder-Weisel, Ostheim, Pohl-Göns und Wiesental.

[Bearbeiten] Einwohner

(jeweils zum 31. Dezember) 1939-1970 ohne Stadtteile, 1975 noch ohne Ebersgöns

Jahr Einwohner
1939 6.954
1961 9.938
1970 10.010
1975 20.689
1980 21.274
1987 20.629
1990 22.308
1991 22.772
1992 23.282
1993 23.535
1994 23.880
1995 24.257
Jahr Einwohner
1996 24.499
1997 24.574
1998 24.613
1999 24.725
2000 24.954
2001 25.070
2002 25.310
2003 25.221
2004 25.339
2005 25.340
2006 25.219
2007 24.951
2008 25.045


[Bearbeiten] Stadtteile

Die größten und kleinsten Stadtteile Butzbachs. Die Zahlen entstammen jeweils dem Ende 2008. (Jahr der Eingemeindung)

Stadtteil Einwohner
Butzbach 12.227
Nieder-Weisel (1970) 2.512
Griedel (1972) 1.607
Kirch-Göns (1972) 1.418
Pohl-Göns (1970) 1.410
Hoch-Weisel (1970) 1.379
Ostheim (1970) 1.082
Ebersgöns (1977) 735
Fauerbach v.d.H.(1972) 746
Münster v.d.H. (1972) 583
Maibach (1972) 438
Bodenrod (1972) 369
Hausen-Oes (1972) 351
Wiesental (1972) 188

[Bearbeiten] Geschichte

Butzbach – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

Ab etwa 90 n. Chr. wurde die Wetterau und damit auch Butzbach Teil der römischen Provinz Germania Superior. Man begann sehr schnell damit den Limes zu bauen, der Butzbach im Nordwesten schneidet. Noch heute sieht man die Reste des Grenzwalls. Die Römer bauten während ihrer fast 200-jährigen Herrschaft über Butzbach ein in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums von Butzbach gelegenes Kastell. Es war eines der wichtigsten Limeskastelle der Wetterau, das Kohortenkastell Hunneburg, von dem heute nichts mehr zu sehen ist. Noch zur Mitte des 17. Jahrhunderts war es gut sichtbar, wie ein hessischer Geschichtsschreiber berichtet. Man hielt die, als billigen Steinbruch benutzten, Reste fälschlicherweise für eine Burg des Hunnenkönig Attils, daher auch der Name. Im Museum der Stadt befindet sich ein anschauliches Modell der Hunneburg, die größer war als die restaurierte Saalburg im Taunus. Neben der Hunneburg entstand zur Zeit Kaiser Trajan, noch ein kleineres Kastell im „Degerfeld“. Es sollte den Handel zwischen dem freien Germanien und dem römischen Reich sichern. Auch von diesem ist nichts mehr zu sehen. Ab Beginn des 2. Jahrhunderts gab es auch eine Zivilsiedlung (Vicus), deren Name allerdings nicht überliefert ist. Sie lag zwischen den beiden Kastellen und erreichte beachtliche (städtische) Ausmaße. Bei Überfällen von den Chatten und der Alamannen im 2. bzw. 3. Jahrhundert wurden die Kastelle zerstört aber immer wieder aufgebaut. Bis zur Aufgabe des Limes im Jahre 260 blieben beide Kastelle bemannt. Danach verfielen Kastelle und auch die Siedlung.[1]

Die erste urkundliche Erwähnung (als Dorf) entstammt dem Jahre 773; im Jahre 1321 wurde das Stadtrecht verliehen. Ein paar hundert Jahre lang erbten und vererbten Butzbach Falkensteiner, Eppsteiner, Solms-Braunfelser, Solms-Licher, Katzenelnbogener und schließlich Hessen-Darmstädter.

Von 1609 bis 1643 wurde Butzbach von einer Seitenlinie Hessen-Darmstadts, dem Landgrafen Philipp III. von Hessen-Darmstadt-Butzbach regiert. Anschließend fiel Butzbach wieder an Hessen-Darmstadt. Landgraf Philipp war ein vielfach interessierter und hoch gebildeter Mann, er sprach sieben Sprachen, lernte während einer Italienreise Galilei kennen, war interessiert an Astronomie und Astrologie, verfügte folgerichtig über eine eigene Sternwarte und hatte mehrfach Johannes Kepler zu Besuch. In seinem weithin berühmten Lustgarten ließ er einen Planetenbrunnen mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten von Sternzeichen, Sternbildern, Jahreszeiten usw. anlegen. Von all dem ist nichts mehr zu sehen, der Lustgarten wurde zum Kasernenhof, vom Planetenbrunnen gibt es nur noch ein Gemälde, das 1999 restauriert wurde. Seit geraumer Zeit besteht im Bereich des restaurierten Landgrafenschlosses ein detailgetreuer Nachbau des Lustgartens.

[Bearbeiten] Militär

Adler über dem Nordportal des westlichen Flügels (erbaut 1937) des Butzbacher Schlosses; ursprünglich mit umkränztem Hakenkreuz in den Fängen des Adlers

In dem zur Kaserne umgewandelten ehemaligen landgräflichen Schloss, das Mitte des 19. Jahrhunderts Chevaulegers-Kaserne hieß, waren zu dieser Zeit Teile des hessischen Garde-Chevaulegers-Regiment (ab 1872 Garde-Dragoner-Regiment) und des Leib-Chevaulegers-Regiment (ab 1872 Leib-Dragoner-Regiment) untergebracht.

Am 1. August 1914 war in der nunmehrigen Schloss-Kaserne das I. Bataillon des 5. Großherzoglich Hessischen Infanterieregiments Nr. 168 stationiert, am 1. September 1939 das II. Bataillon des Infanterieregiments Nr. 36.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lagen hier Truppen der US Army in Garnison, unter anderem das 16th Signal Battalion sowie Teile des 3rd Field Artillery Regiment. Inzwischen ist die Kaserne aufgegeben. Ein Wohngebiet des amerikanischen Militärs („Roman Way Housing“) mit mehr als 1000 Wohnungen, Geschäften, einer Schule und einem Krankenhaus wurde im Oktober 2007 aufgegeben und steht seitdem leer. Sie stand auf dem ehemaligen Kastelldorf der Römer und so wurden die Amerikaner die zweite Besatzungsmacht in Butzbach auf dem gleichen Grund und Boden. Doch das war nicht die einzige Parallele, denn man fand bei Grabungen einen Stempel der 22. Legion der Römer, zur gleichen Zeit war auch das 22. Amerikanische Infantry Regiment in Butzbach stationiert. Der Legionsstempel und das Emblem der amerikanischen Einheit wiesen große Ähnlichkeit auf. Diese Kuriosität ging durch die Presse in Deutschland und den USA, so fanden die Grabungen große Beachtung.

[Bearbeiten] Religionen und Konfessionen

[Bearbeiten] Christliche Gemeinden

Die Markuskirche (Butzbach) in Butzbach beherbergt die evangelische Gemeinde. Außerdem verfügt die evangelische Kirche über das Haus Degerfeld und das Jugendhaus Cafe Kanne, sowie einen evangelischen Kindergarten. In der Stadt gibt es außerdem eine römisch-katholische Kirche (St. Gottfried), die Pfarrei hat eine weitere Kirche in Fauerbach. In einem großen und modernen Gemeindezentrum am Schloss ist die Evangelische Stadtmission Butzbach/Nieder-Weisel ansässig. Vor fünf Jahren hat sie aus der ehemaligen Panzerwerkstatt ihr neues Gemeindezentrum aufgebaut. Die Ev. Stadtmission verfügt über eine aktive Kinder- und Jugendarbeit, u.a. mit monatlichen Jugendgottesdiensten (die You//th-services) und regelmäßigen wöchentlichen Veranstaltungen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Hauskreisen und Kleingruppen. Zentrale Veranstaltung ist der sonntägliche Gottesdienst, an dem regelmäßig ca. 200 Gottesdienstbesucher aller Altersgruppen teilnehmen. In der Kernstadt Butzbach ist außerdem die Neuapostolische Kirche ansässig.

[Bearbeiten] Die jüdische Gemeinde

Im Mittelalter werden 1332 erstmals jüdische Bewohner genannt. Nach der Verfolgung in der Pestzeit 1348/49 hört man 1371/72 wieder von Juden in der Stadt. 1384 wird eine Synagoge (Betsaal) in Butzbach erwähnt. Die jüdischen Familien lebten insbesondere in der Judengasse (später Hirschgasse). Ihre Haupteinnahmequelle war die Pfandleihe. Doch hört man auch von einem jüdischen Arzt und von jüdischen Gelehrten. Von einer Vertreibung der Juden am Ende des Mittelalters ist nichts bekannt, doch zogen die meisten Juden Mitte des 15. Jahrhunderts aus der Stadt fort. Im 16. und 17. Jahrhundert lebten wiederum Juden in der Stadt, die hauptsächlich vom Kleinhandel, aber auch von Handwerken lebten. 1622 wurden fünf bis acht Familien gezählt, 1656 zehn Familien mit einem Rabbiner. Aus nicht bekannten Gründen verzogen die Familien nach einiger Zeit wieder aus Butzbach oder wurden ausgewiesen. Zu einem stärkeren Zuzug kam es erst wieder im 19. Jahrhundert. Um 1848 wurden 27 jüdische Einwohner (fünf Familien) gezählt. Da abzusehen war, dass weitere Familien folgten, erhielten sie wenig später die Genehmigung zur Gründung einer selbständigen Religionsgemeinde. Ein Betsaal konnte noch im August 1848 im Rathaus der Stadt eingerichtet werden. 1868 waren es 14 Familien. Durch Zuzug aus den Nachbardörfern - verstärkt nach der Zeit des Ersten Weltkrieges - und Zuzug einiger sogenannter Ostjuden wurden es etwa 40 Familien. Hauptsächlich verdienten die jüdischen Familienväter ihren Lebensunterhalt als Kaufleute (auch Schuhwarenhändler, Textilkaufleute), als Viehhändler, Landesproduktenhändler, Metzger, Tabakwarenhändler, als Uhrmacher oder Schuhmacher. Eine Synagoge konnte am 20. August 1926 in der Wetzlarer Straße erbaut werden. Nach 1933 ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder (1933: 148 Personen, d.h. 2,6 % der Gesamtbevölkerung) auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert, ein größerer Teil von ihnen in die USA (80 Personen). Beim Novemberpogrom 1938 wurde nicht nur die Synagoge niedergebrannt, sondern auch jüdische Geschäfte und Wohnungen völlig verwüstet sowie jüdische Einwohner misshandelt. 1941–1942 wurden die letzten 18 jüdischen Personen aus Butzbach in Vernichtungslager deportiert und ermordet, weitere ehemalige Butzbacher Juden wurden von anderen Orten aus deportiert. Nach 1945 entstand keine jüdische Gemeinde mehr in der Stadt.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,8 15 39,9 15
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 31,8 12 39,7 15
FDP Freie Demokratische Partei 8,5 3 6,5 2
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 7,0 3 6,8 3
UWG Unabhängige Wählergemeinschaft Butzbach 6,4 2
Linke.WASG Die Linke.WASG 3,1 1
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 2,5 1
PBI Pro Bürger Interessen 3,9 1
FWG Freie Wähler-Gemeinschaft Butzbach 3,2 1
Gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 47,2 51,1

[Bearbeiten] Bürgermeister

Die Stichwahl am 4. Februar 2007 gewann der zuvor die Amtsgeschäfte führende 1. Stadtrat Michael Merle (SPD) mit 64,0 % gegen Mark Kannieß (CDU) 36,0 %. Die Wahlbeteiligung betrug 46,9 %.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Patenschaft

  • 1954 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Tepl im Egerland übernommen.

[Bearbeiten] Wirtschaft

[Bearbeiten] Verkehr

Die Stadt liegt an der Main-Weser-Bahn zwischen Gießen und Friedberg im Bereich des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Der Bahnhof Butzbach Ost war Verwaltungssitz der Butzbach-Licher Eisenbahn AG, die heute in der Hessischen Landesbahn aufgegangen ist. Der Standort Butzbach spielt eine große Rolle im ÖPNV (Bus-HLHessenbus) und SPNV (Schiene - HL Hessenbahn) in der Wetterau.

Direkte Autobahnanschlüsse an die Bundesautobahn 5 (Hattenbacher Dreieck - Weil am Rhein) und die Bundesautobahn 45 (Sauerlandlinie von Dortmund nach Aschaffenburg), die sich ganz in der Nähe bei Gambach kreuzen. Weiter ist Langgöns in der Nähe von Butzbach Ausgangspunkt der Bundesautobahn 485 zum Gießener Nordkreuz und Richtung Marburg und Kassel. Butzbach liegt außerdem an der Bundesstraße 3 zwischen Friedberg und Gießen.

Auf einem Straßenabschnitt der L 3053 zwischen Butzbach und Hausen wird in Medien und Internet von einer Gravitationsanomalie berichtet. Dort sollen Flaschen, Bälle und Autos ohne äußere Einwirkung den Berg hinauf rollen. Hierbei handelt es sich jedoch um eine optische Täuschung, durch Messungen und Aussage des Straßenverkehrsamtes ist nachgewiesen, dass die Straße an dieser Stelle ein Gefälle aufweist.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Eine Abteilung des Butzbacher Museums hat die Überschrift „Was Krupp in Essen, ist Butzbach in Hessen!“ Butzbach ist ein bedeutender Industrie- und Gewerbestandort, der hauptsächlich auf Maschinenbau und Metallverarbeitung ausgerichtet ist, z. B. Weichenbau der Voestalpine, Verfahrenstechnik, Produktion von Maschinen für die Landwirtschaft, Schleifmitteltechnik, Anlagenbau auf dem Gebiet Wasser- und Abwasseraufbereitung, Verpackungsmaschinen, Messtechnik und Regelungstechnik. Seit 1987 nimmt die Beschäftigtenzahl im produzierenden Gewerbe ab, dafür steigt die Zahl der Beschäftigten bei Dienstleistung und Handel. So hat zum Beispiel die Fa. Hess Natur ihren Firmenhauptsitz in Butzbach. Die Digitalo GmbH, einer der führenden Online-Versandhändler von Computern, Elektronik und Haushaltsgeräten, hatte bis zur Schließung ihren Hauptsitz in Butzbach.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Butzbach liegt an der Deutschen Fachwerkstraße und an der Limes-Straße.

Der Schrenzer ist eine Anhöhe am Rande von Butzbach und ist ein beliebtes Ausflugsziel, da man einen schönen Überblick über die Umgebung bekommt. Besonders das auf dem Berg gelegene Freibad bietet eine Freizeitbeschäftigung mit schönem Blick über die Stadt vom Becken aus.

[Bearbeiten] Bauwerke

Hexenturm mit Stadtmauer
Schwibbögen der Stadtmauer in Butzbach/Hessen
  • Der Marktplatz mit dem Marktbrunnen, dem Fachwerkrathaus aus dem 16. Jahrhundert und mit einigen Fachwerkhäusern; oft zu den schönsten Plätzen Hessens gezählt
  • Weitere Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert
  • Gotische Markuskirche aus dem 15. Jahrhundert
  • Kleine Reste der Stadtmauer mit typischen Schwibbogenhäusern.
  • Das Landgrafenschloss - Bereits um 1200 gab es in Butzbach eine Burg, die im Laufe der Zeit zum Schloss ausgebaut wurde. Hier residierten für kurze Zeit die Landgrafen von Hessen-Butzbach. Später wurde das Schloss zur Kaserne.

Das Landgrafenschloss wurde bis 2004 renoviert und wird inzwischen von Magistrat und Stadtverwaltung genutzt.

  • Die Butzbacher Wendelinskapelle ist die älteste Fachwerkkirche Hessens aus der Zeit um 1438
  • Komturkirche des Johanniter-Ordens im Stadtteil Nieder-Weisel südlich von Butzbach

In der Stadt befindet sich die von 1890 bis 1894 erbaute Justizvollzugsanstalt Butzbach für erwachsene männliche Straftäter.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

  • Märkte (März: Faselmarkt/Oktober: Katharinenmarkt)
  • Sommer(ferien): Open-Air-Kino im Schlosshof
  • Sommer(ferien): Sommer-Ferienspiele am Weidig-Gymnasium
  • Oster(ferien): Oster-Aktivwochen
  • 1. Wochenende im September: Altstadtfest
  • Dienstags 8.00 bis 13.00 Uhr Wochenmarkt und samstags 8.00 bis 13.00 Uhr Selbsterzeugermarkt.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

Der in Oberkleen geborene Friedrich Ludwig Weidig wirkte 22 Jahre als Lehrer und Rektor der Schule in Butzbach. Weidig hat gemeinsam mit Georg Büchner die Flugschrift Der Hessische Landbote verfasst, war Turner und Pädagoge. Nach ihm wurde die Weidigschule (Gymnasium) benannt.

Gabriel Biel war ein spätmittelalterlicher Theologe und langjähriger Propst der Brüder vom gemeinsamen Leben (auch Fraterherren oder Kugelherren genannt) in Butzbach. Die Bibliothek im Butzbacher Kugelhaus entstand vor allem während der Zeit Gabriel Biels in Butzbach. Die Handschriften befinden sich heute zu großen Teilen in der Universitätsbibliothek Gießen, wohin sie auf Befehl des Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt 1771 verbracht wurden.

Der in Nieder-Weisel geborene Peter Krick (* 1944) war dreifacher deutscher Meister im Eiskunstlauf und ist Chair Sports Directorate der Internationalen Eislauf-Union.

Der in Nieder-Weisel geborene und noch heute dort wohnende Ortsvorsteher Norbert Kartmann ist seit April 2004 hessischer Landtagspräsident.

Lorenz Diefenbach (1806-1883) war ein Bibliothekar, Pfarrer, Germanist, Lexikograf sowie deutschnationaler Schriftsteller.

Ernst Glaeser (Pseudonyme: Anton Ditschler, Erich Meschede, Alexander Ruppel, Ernst Töpfer; (1902-1963) war ein deutscher Schriftsteller.

Dieter Enders (* 1946) ist ein deutscher Chemiker und Pionier auf dem Gebiet der asymmetrischen Synthese. Seit 1985 hat er einen Lehrstuhl für organische Chemie der RWTH Aachen inne.


[Bearbeiten] Museen

In Butzbach gibt es das Museum der Stadt Butzbach im Solms-Braunfelser Hof. Das Museum gibt u. a. Einblicke in die Butzbacher Industriegeschichte (Gerberei, Schuhmacherhandwerk und Nahrungsmittelproduktion).

Marktplatz mit altem Rathaus

[Bearbeiten] Medien

[Bearbeiten] Butzbacher Zeitung

Die Butzbacher Zeitung ist die ortsansässige Tageszeitung für Butzbach und Umgebung. Sie wird verlegt und gedruckt vom Druckhaus Gratzfeld.

[Bearbeiten] Radio WeWeWe - Welle West Wetterau

Logo von Radio WeWeWe

Seit 1999 geht das Veranstaltungsradio ein Mal im Jahr auf Sendung, meist für neun Tage begleitend zu einer öffentlichen Veranstaltung. Radio WeWeWe ist als Verein organisiert und versteht sich als Bürgerradio, das einen medienpädagogischen Beitrag für die die Region Wetterau leistet.

[Bearbeiten] Quellen

  1. www.taunus-wetterau-limes.de

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Butzbach – Bilder, Videos und Audiodateien
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