Hellenisierung

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Als Hellenisierung bezeichnet man eine kulturelle Erscheinung im Rahmen des Hellenismus. Gemeint ist damit die Durchdringung eines nicht-griechischen Volkes mit der antiken griechischen Kultur (im Sinne des Begriffes Hellenismus, wie er von Johann Gustav Droysen verwendet wurde). Umstritten ist, in welchem Maße die Griechen, die sich in hellenistischer Zeit im Osten angesiedelt hatten, im Gegenzug vom Orient beeinflusst wurden. Dabei sollte freilich beachtet werden, dass es auch in den Jahrhunderten vor Alexander einen kulturellen Austausch zwischen der griechischen und nicht-griechischen Welt gegeben hat.

Komplex ist die Querverbindung zwischen dem Urchristentum und dem späten Hellenismus. Während der griechisch-kleinasiatische Kulturkreis durch die Kraft der jungen Kirche zunehmend christianisiert wurde, wandelte sich diese unter dem hellenistischen Einfluss ebenfalls. Einige Paulusbriefe und die Apostelgeschichte berichten darüber – etwa zum Apostelstreit über die Taufe der Griechen- und Judenchristen, der in einem Kompromiss endete (Jakobusklauseln).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Neben der im Artikel Hellenismus angegebenen Literatur:

  • Helmut Köster: Einführung in das Neue Testament. Im Rahmen der Religionsgeschichte und Kulturgeschichte der hellenistischen und römischen Zeit. Berlin und New York 1980 (mit besonderer Berücksichtigung der Kulturgeschichte).