Hendrik Casimir

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Hendrik Casimir.

Hendrik Brugt Gerhard Casimir (* 15. Juli 1909 in Den Haag; † 4. Mai 2000 in Heeze) war ein niederländischer Physiker.

Casimir erlangte 1931 den PhD der Universität Leiden. Nachdem er mit Niels Bohr in Kopenhagen und Wolfgang Pauli in Zürich gearbeitet hatte, trat er in das Philips Research Laboratories in Eindhoven ein, wo er bis zum Ende seines Schaffens arbeitete.

Er ist am besten für den Casimir-Effekt bekannt, den er 1948 voraussagte und der bereits 1958 durch das SPARNAAY-Experiment experimentell nachgewiesen wurde. Auch der Casimir-Operator ist nach ihm benannt.

Casimir wurden viele Ehren während seines Lebens verliehen. So z. B. die Ehrenmitgliedschaft im Institut der Physik, die Mitgliedschaft in der Royal Society und der George E Pake Prize der American Physical Society sowie 1982 die Verleihung des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaft und Kunst.

Des Weiteren war er der Präsident der Europäischen Physikalischen Gesellschaft (EPS).

Literatur[Bearbeiten]

  • Hendrik B. G. Casimir: Rotation of a rigid body in quantum mechanics. Wolter, Groningen 1931
  • Hendrik B. G. Casimir: Magnetism and very low temperatures. Dover Publ., New York 1961
  • Hendrik B. G. Casimir: On the interaction between atomic nuclei and electrons. Freeman, San Francisco 1963
  • Hendrik B. G. Casimir: Physics in the making – essays on developments in 20th century physics. North-Holland, Amsterdam 1989, ISBN 0-444-88121-2
  • Hendrik B. G. Casimir: Haphazard Reality – Half a Century of Science. Harper & Row, New York 1983, ISBN 0-06-337031-X.
  • Helmut Rechenberg: Hendrik Brugt Gerhard Casimir (1909–2000)- The Physicist in Research, Industry and Society. European Journal of Physics, 22, S. 441–446, 2001 Abstract

Weblinks[Bearbeiten]