Henri Baudrillart

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Henri Joseph Léon Baudrillart (* 28. November 1821 in Paris; † 24. Januar 1892 ebenda[1]) war ein französischer Nationalökonom und Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Baudrillart studierte am Collège Bourbon und wurde dort 1841 für seine Veröffentlichung „Discours sur Voltaire“ mit dem Ehrenpreis für Philosophie ausgezeichnet.

Nach seinem Studium arbeitete Baudrillart als Journalist; meistenteils schon für Zeitschriften wie Revue des Deux Mondes, Journal des Debats, u.a. 1845 berief man ihn auf den Lehrstuhl für Staatsökonomie am Collège de France. In diesem Jahr wurde auch sein Werk „Jean Bodin et son temps“ von der Académie française mit dem Prix Monthyon prämiert. Im darauffolgenden Jahr gründete er zusammen mit Jules Barni und Jules Simon die Société démocratique des libres penseurs.

1855 übernahm Baudrillart die Leitung der Radaktion des Journal des économistes und gab dieses Amt erst 1864 wieder auf. Später, zwischen 1868 und 1869 leitete er auch die Zeitschrift Le Constitutionnel.

1863 wurde Baudrillart Mitglied der Académie des sciences morales et politiques und 1881 übernahm er einen Lehrauftrag an der École Nationale des Ponts et Chaussées.

Der Kardinal Alfred Baudrillart war sein Sohn.

Werk (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Discours sur Voltaire. Paris 1841.
  • Jean Bodin et son temps. Paris 1853.
  • Manuel d'économie politique. 4. Auflage. Paris 1878.
  • Études de philosophie morale et d'économie politique. 1858.
  • Publicistes modernes. 2. Auflage. 1863.
  • La liberté du travail. 1865.
  • Elements d'économie rurale, industrielle et commerciale. 1867.
  • Economie politique populaire. 2. Auflage. 1876.
  • Histoire du luxe privé et public. 2. Auflage. 1881 (4 Bde.)
  • Les populations agricoles de la France. La Normandie. 1880.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die kleine Enzyklopädie. Band 1, Encyclios-Verlag, Zürich 1950, S. 138.
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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