Henri Gault

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Henri Gault (* 4. November 1929 in Pacy-sur-Eure; † 9. Juli 2000 in Saint-Sulpice-en-Pareds, Département Vendée[1]) war ein französischer Gastronomiekritiker und Journalist.

Karriere[Bearbeiten]

Gault arbeitete beim französischen Abendzeitung „Paris-Presse“, wo er Christian Millau kennenlernte. Beide widmeten sich dort kulinarischen Themen. Daraus entwickelte sich der 1962 erstmals erschienene Pariser Restaurantführer „Guide Juillard“.[2] Ab 1969 gaben Gault und Millau den Restaurantführer Gault Millau heraus.

Millau und Gault prägten um 1972 gemeinsam mit ihrem Freund André Gayot den Begriff Nouvelle Cuisine.[3][4]

Gaults Vorliebe für gute Küche rührte vom Hunger her, den er im Zweiten Weltkrieg erleiden musste. Er nannte es die "späte Rache" am Hunger.[5] Die Kritiken Gaults und Millaus erhielten viel Beachtung, weil sie oft in zynisch-sarkastischer Weise über Köche herzogen.

Ab 1986 arbeitete Gault nicht mehr am Gault Millau mit. Er starb 2000 in Westfrankreich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. whoswho.de: Henri Gault
  2. Guide Juillard abgerufen am 4. April 2012
  3. Nouvelle Cuisine
  4. André Gayot
  5. Beitrag Westdeutscher Rundfunk über Henri Gault (abgerufen am 4. Februar 2010)

Weblinks[Bearbeiten]