Henri Herz

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Heinrich Herz, Lithographie von Friedrich Lieder

Henri Herz (Heinrich) (* 6. Januar 1803[1] in Wien; † 5. Januar 1888 in Paris) war ein österreichischer Pianist, Komponist, Klavierpädagoge und Klavierbauer.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung[Bearbeiten]

Heinrich Herz wurde als Kind von seinem Vater und von Daniel Hünten in Koblenz ausgebildet. In das Pariser Konservatorium wurde er 19. April 1816 aufgenommen und studierte dort Klavier bei Louis-Barthélémy Pradher, Harmonielehre bei Victor Dourlen und Komposition bei Anton Reicha.

Konzerte, Klavierbau, Konzertsaal[Bearbeiten]

Als gefeierter Pianist trat er weltweit auf Tourneen auf, beispielsweise in Europa, Russland, Nord- und Südamerika. Dabei entstanden neben dem Buch "Meine Reisen in Amerika" acht Klavierkonzerte und andere Stücke.

Henri Herz wurde Teilhaber der Klavierwerkstatt von Henri Klepfer et Cie. in Paris, eine Verbindung, die nicht erfolgreich war. Daraufhin gründete Herz eine eigene Klavierfabrik, die nach anfänglichen Schwierigkeiten um 1865 zu den drei bedeutendsten Klavierfabriken Frankreichs zählte.

1842 ließ er gemeinsam mit seinem Bruder in der Pariser rue de la Victoire die „Salle des Concerts Herz“ errichten. Unter anderem wurden dort mehrere Werke von Hector Berlioz und Jacques Offenbach uraufgeführt. 1867 fand dort eine internationale Konferenz der Organisation Anti-Slavery International statt. Das Gebäude wurde 1874 abgerissen.

Kompositionen[Bearbeiten]

Im Zentrum der Kompositionen steht das Klavier. Neben einer großen Zahl von Soloklavierwerken stehen unter anderem die acht Konzerte für Klavier und Orchester.

Liste der Kompositionen von Henri Herz

Zeitgenössische Kritik[Bearbeiten]

Robert Schumann befand seine Musik für seicht. Schumanns Ehefrau Clara Schumann dagegen sah darin eine löbliche Eigenschaft, die die Interpretation des Vortragenden herausfordere.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. 6. Jan. 1806 (nach eigener Angabe; 1803 nach dem Register des Pariser Cons.) Quelle: Musik in Geschichte und Gegenwart, S. 33940 (vgl. MGG Bd. 06, S. 293), Bärenreiter-Verlag 1986

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]