Herbert Rohde

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Herbert Rohde (* 20. Juli 1885 in Bartenstein im Kreis Friedland, Ostpreußen; † 14. Februar 1975 in Krefeld)[1][2] war ein preußischer Verwaltungsjurist, Landrat und Regierungspräsident in Gumbinnen (1933–1945).

Leben

Der promovierte Jurist Herbert Rohde wurde 1914 als Regierungsrat an der Königlich Preußischen Regierung in Aachen, nachdem der bisherige Landrat Walter The Losen zum 6. August 1914 in den einstweiligen Ruhestand[3] versetzt worden war, vertretungsweise mit der Verwaltung des Kreis Eupen beauftragt. Im Herbst 1916 übernahm er zunächst ebenfalls vertretungsweise, ab 1917 aber auch kommissarisch den Kreis Heilsberg in der Provinz Ostpreußen.[4] Noch im selben Jahr fand er Einsatz als Zivilkommissar in Belgien. Bereits 1918 wurde er wieder bei der Regierung in Gumbinnen tätig. Seit 1919 leitete Rohde als Regierungsrat kommissarisch den Kreis Goldap bis März 1920. Es folgten weitere Arbeitsstationen beim Oberpräsidenten von Ostpreußen, dem Handelsministerium sowie der Handwerkskammer für das östliche Preußen in Königsberg i. Pr. Ab dem 25. März 1933 leitete er als kommissarischer Regierungspräsident den Regierungsbezirk in Gumbinnen bis 1945.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Hedwig Schrulle: Verwaltung in Diktatur und Demokratie: die Bezirksregierungen Münster und Minden/Detmold von 1930 bis 1960. F. Schöningh Verlag, Paderborn/München/Wien/Zürich 2008, ISBN 978-3-506-76593-2, S. 682.
  2. Todesanzeige im Ostpreußenblatt vom 1. März 1975, S. 19.
  3. Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 615.
  4. Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 323 Anm. 218.