Herbert Wagner (Politiker)

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Herbert Wagner 2013

Herbert Wagner (* 21. September 1948 in Neustrelitz) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch absolvierte Wagner zunächst eine Lehre als Heizungsinstallateur. Danach folgte ein Studium als Elektronikingenieur an der TU Dresden, das er 1973 erfolgreich abschloss. Von 1973 bis 1990 war Wagner dann als Entwicklungsingenieur in Dresden tätig. Er promovierte 1985 zum Dr.-Ing.

Politisch aktiv wurde Wagner erst während der friedlichen Revolution in der DDR. Er wurde im November 1989 Mitglied der Gruppe der 20, die den Dialog mit der Dresdner SED-Führung unter dem damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer suchte.[1] Ab November 1989 war er damit Mitorganisator der Montagsdemonstrationen in Dresden.

Ab 1990 war er kommunalpolitisch in Dresden aktiv, zunächst als neugewählter Fraktionsvorsitzender der Basisdemokratischen Fraktion in der Dresdner Stadtverordnetenversammlung. Ebenfalls 1990 trat Herbert Wagner in die CDU ein. Nach den ersten freien Kommunalwahlen in der DDR im Mai 1990 wurde er, damals noch von der Stadtverordnetenversammlung gewählt, Oberbürgermeister von Dresden. Bei den ersten OB-Direktwahlen 1994 konnte er seinen Posten erfolgreich behaupten. Während seiner Zeit als OB war Wagner auch Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetags sowie Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetags. 2001 unterlag er allerdings seinem Herausforderer Ingolf Roßberg (FDP), der von der überparteilichen Initiative OB für Dresden unterstützt wurde. Nach der Wahlniederlage bis zum Sommer 2008 war Wagner Geschäftsführer der KDN Kommunale DatenNetz GmbH Dresden.[2] Ehrenamtlich engagiert sich Dr. Wagner in der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden als Vorsitzender des Vorstands [3] und im Beirat der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft.[4]

Wagner ist verheiratet und hat drei Kinder.

Ehrungen[Bearbeiten]

Am 26. Mai 1999 wurde ihm von Landtagspräsident Erich Iltgen die Sächsische Verfassungsmedaille verliehen. Am 13. Oktober 2009 erhielt er anlässlich der „20 Jahre Friedliche Revolution“ den Sächsischen Verdienstorden.[5]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview in der Sächsischen Zeitung vom 20. Oktober 1989 mit Wagner
  2. tu-chemnitz.de
  3. Info zu Trägerverein
  4. [1]
  5. Verleihung des Sächsischen Verdienstordens bei der Sächsischen Staatskanzlei, 13. Oktober 2009
Vorgänger Amt Nachfolger
Wolfgang Berghofer Oberbürgermeister von Dresden
1990-2001
Ingolf Roßberg