Hexeneinmaleins

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Das Hexeneinmaleins ist in diesem Wortlaut ein Auszug aus Johann Wolfgang von GoethesFaust I“. Mephisto führt Faust in eine Hexenküche, um dort einen Verjüngungstrank für Faust brauen zu lassen. Unter allerlei Spektakel spricht die Hexe folgenden Zauberspruch:

   „Du mußt versteh’n!
   Aus Eins mach Zehn,
   Und Zwei laß geh’n,
   Und Drei mach gleich,
   So bist Du reich.
   Verlier die Vier!
   Aus Fünf und Sechs,
   So sagt die Hex’,
   Mach Sieben und Acht,
   So ist's vollbracht:
   Und Neun ist Eins,
   Und Zehn ist keins.
   Das ist das Hexen-Einmaleins!“

Faust sagt ob der für ihn seltsam klingenden Worte: „Mich dünkt, die Alte spricht im Fieber…“ und Mephisto antwortet: „Das ist noch lange nicht vorüber.“

Das Hexeneinmaleins lässt Wissenschaftlern und Mathematikern mehrere Interpretationsmöglichkeiten. Eine im Mathematikunterricht beliebte Interpretation ist die des Magischen Quadrates mit der Summe 15[1]. Goethe selbst traf zu Lebzeiten keine Aussage über die Bedeutung des Hexeneinmaleins, stattdessen beschwerte er sich bei seinem Brieffreund Carl Friedrich Zelter darüber, dass seine Leser sich und ihn „mit dem Hexeneinmaleins und manch anderen Unsinn“ quälten. Im Lehrbuch Lineare Algebra von Gerd Fischer wird das Hexeneinmaleins mit der Modulo-Rechnung in Verbindung gebracht[2].

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Detering: Aus Eins mach Zehn? Und Zwei lass gehn? in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26. April 2009, S. 56 und 59
  • Anna J. Rahn: Goethes Hexeneinmaleins Jalara Verlag Weimar 2013, ISBN 978-3-00-039101-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/faust/einseins.htm Mehrere Interpretationen
  2. Gerd Fischer: Lineare Algebra. Friedr. Vieweg & Sohn, 11. Auflage (1997), ISBN 3-528-77217-4, Seite 49, Ende von Kapitel 1.2.