Hippogryph

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Hippogriff, Illustration von Gustave Doré für Orlando Furioso

Der Hippogryph (re-latinisierte Form des italienischen ippogrifo, Zusammensetzung aus altgriechisch ἵππος hippos „Pferd“ und italienisch grifoGreif“, dies aus lateinisch gryphus, dies wiederum aus altgriechisch γρύψ gryps) ist ein Fabelwesen, vermutlich eine Erfindung des italienischen Renaissance-Dichters Ludovico Ariosto. Aufgrund des nur sehr spärlich verfügbaren früheren Quellenmaterials kann diese Vermutung jedoch weder be- noch widerlegt werden. Das früheste bekannte Auftreten eines Hippogryphen findet in Ariostos Epos Orlando Furioso (zu deutsch Der rasende Roland) statt. In späteren Erzählungen, z. B. bei dem deutschen Dichter Christoph Martin Wieland (Oberon), taucht der Hippogryph oft als Synonym für Pegasus auf.

Der Hippogryph hat den Kopf, die Flügel und die Vorderbeine eines Adlers und den Hinterleib eines Pferdes, wohingegen der Greif ein Mischwesen aus Adler und Löwe ist. Insofern handelt es sich beim Hippogryph nicht um eine Kombination aus Pferd und Greif, wie der Name vermuten lässt, sondern um eine Kombination von Pferd und Greifvogel. Der Pegasus wiederum ist ein geflügeltes Ross (hat also einen Pferdekopf und vier Pferdebeine).

Reiter auf einem Hippalektrion, schwarzfigurige attische Kylix, 540–530 v. Chr., Altes Museum (Berlin)

In der griechischen Mythologie gibt es ein ähnliches Mischwesen, das Hippalektrion, dessen Vorderteil vom Pferd stammt und dessen Hinterteil vom Hahn stammt. Das Hippalektrion hat vier Beine und Flügel.

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