Holographic Versatile Disc
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| Speichermedium Holographic Versatile Disc (HVD)
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| Allgemeines | |
|---|---|
| Typ | Optisches Speichermedium |
| Kapazität | bis zu 3,9 TB |
| Größe | 12 cm |
| Ursprung | |
| Entwickler | Optware, Fuji Photo, CMC Magnetics |
| Markteinführung | in Entwicklung |
| Vorgänger | Blu-ray Disc, HD DVD |
Die Holographic Versatile Disc, kurz HVD, ist ein experimentelles holografisches Speichermedium, das – ähnlich wie die CD – per Laser gelesen und beschrieben werden kann.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Technik
1. grüner Schreib-/Lese-Laser (532 nm)
2. roter Positionierungs-/Adressierungs-Laser (650 nm)
3. Hologramm (Daten)
4. Polycarbon-Schicht
5. Photopolymerische Schicht (Datenträgerschicht)
6. Distanz-Schichten
7. dichroitische Schicht (reflektiert grünes Licht)
8. Aluminiumschicht (reflektiert rotes Licht)
9. Transparente Basis
P. Pit
Die Holographic Versatile Disc ist die nächste Generation von optischen Speichermedien nach Blu-ray Disc und HD DVD. Es werden zwei Laser verwendet, ein roter und ein blau-grüner, die überlagert werden und eine bestimmte Stelle auf dem Datenträger beleuchten. Der blau-grüne Laser liest als Laser-Interferenz-Muster kodierte Daten von einer holografischen Schicht im oberen Bereich des Speichermediums, während der rote Laser dazu verwendet wird, Hilfsinformationen von einer gewöhnlichen DVD-artigen Aluminiumschicht im unterem Bereich zu lesen. Die Hilfsinformationen dienen dazu, festzustellen, wo man gerade von der Disc liest, vergleichbar mit Sektor-, Kopf- und Segment-Informationen bei einer normalen Festplatte. Bei einer CD oder DVD ist diese Hilfsinformation zwischen den Daten verstreut. Eine dichroitische Spiegelschicht zwischen den holografischen Daten und den Hilfsdaten reflektiert den blau-grünen Laser und lässt den roten Laser hindurch. Dadurch wird die Interferenz durch Brechung des blau-grünen Lasers von den Hilfsdaten-Pits verhindert. Dies ist ein Fortschritt gegenüber holografischen Speichermedien, die entweder zu viel Interferenz hatten, oder über keine Hilfsdaten verfügten, wodurch sie inkompatibel mit aktueller CD- und DVD-Technik waren.
HVDs sollen eine Kapazität von bis zu 3,9 Terabyte erreichen, was etwa dem Zehnfachen der größten realisierten Blu-ray Disc (400 GB) entspricht, und eine Transferrate von 1 Gbit/s bei einfacher Rotationsgeschwindigkeit (im Vergleich zu 54 Mbit/s bei der Blu-ray Disc, 10,8 Mbit/s bei der DVD und 1,22 Mbit/s bei der CD) erreichen. Damit sind sie die ersten optischen Speichersysteme, deren Leistungswerte mit Festplatten vergleichbar sind. Laufwerke mit höherer Rotationsgeschwindigkeit (z. B. 8 ×) sind dabei durchaus denkbar.
Mittlerweile hat die Technologie Marktreife erlangt. Die Firma InPhase Technologies entwickelte als erster Hersteller ein Gerät für Endverbraucher mit einer Schreibgeschwindigkeit von 20 MByte/Sekunde und einmal beschreibbare Medien (HVDs) mit bis zu 300 Gigabyte Speichervermögen. Bis 2010 soll die Speicherkapazität der Medien schrittweise auf bis zu 1,6 Terabyte erhöht werden[1]. Das hierfür verwendete „Collinear Technology“ genannte Verfahren speichert die Daten sozusagen in der Tiefe des Mediums.
[Bearbeiten] Hintergrund
Die Spezifikationen für die HVD wurden am 9. Dezember 2004 durch das TC44 Committee der Ecma International beschlossen.
Am 3. Februar 2005 gründeten folgende Unternehmen die „HVD Alliance“, um die Entwicklung zu beschleunigen und den Markt für die HVD zu entwickeln:
- Alps Electric Corporation, Ltd.
- CMC Magnetics Corporation
- DIC Corporation (DIC)
- EMTEC International (subsidiary of the MPO Group)
- Fuji Photo Film Company, Ltd.
- Konica Minolta Holdings, Inc.
- LiteOn Technology Corporation
- Mitsubishi Kagaku Media Company, Ltd. (MKM)
- Nippon Kayaku Co., Ltd.
- Nippon Paint Company, Ltd.
- Optware Corporation
- Pulstec Industrial Company, Ltd.
- Shibaura Mechatronics Corporation
- Software Architects, Inc.
- Suruga Seiki Company, Ltd.
- Targray Technology International, Inc.
- Teijin Chemicals, Ltd.
- Toagosei Company, Ltd.
- Tokiwa Optical Corporation
Die HVD wird von der japanischen Firma Optware zusammen mit Fuji Photo und CMC Magnetics entwickelt. Diese drei Firmen haben zusammen mit Nippon Paint, Pulstec Industrial und Toagosei eine „HVD-Allianz“ gebildet, um HVD-Standards voranzutreiben.[2]
[Bearbeiten] Siehe auch
- Vergleich optischer Datenträger – Vergleich von CD, DVD, HD DVD, Blu-ray Disc und HVD
- Protein-coated Disc – ein weiteres optisches Speichermedium der nächsten Generation
- InPhase Technologies

