Horst Brandstätter

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Horst Brandstätter (* 27. Juni 1933 in Zirndorf) ist ein deutscher Unternehmer.

Leben[Bearbeiten]

1954 trat Horst Brandstätter in das Unternehmen seines Onkels, geobra Brandstätter, ein. Hergestellt wurden damals vor allem Spielzeugtelefone, Spardosen und Kaufladenartikel zunächst aus Blech, später aus Kunststoff.

Im Jahre 1958 verzeichnete man mit Hula-Hoop-Reifen einen aufsehenerregenden Erfolg. Danach expandierte die Firma mit verschiedenen Produkten aus dem Spielzeug- und Freizeitbereich, alle aus Kunststoff.

Die Ölkrise Anfang der 1970er Jahre beeinflusste das traditionelle geobra-Spielwarensortiment. Dies veranlasste Brandstätter zur Schaffung eines ausbaufähigen System-Spielzeugs mit hohem Spielwert bei möglichst geringem Rohstoff-Verbrauch. Horst Brandstätter dachte an eine Fahrzeugserie für Kleinkinder, in der seiner Vorstellung nach auch schlichte Figuren sitzen können. Dem Entwickler Hans Beck war dieser Ansatz zu einfach und er entwickelte eine Reihe von gleichartigen Grundfiguren, die sich lediglich durch die Farbgebung und die Zugabe entsprechender Ausstattungsteile unterschieden: das Systemspielzeug Playmobil. Die ersten Figuren wurden 1974 auf der Internationalen Spielwarenmesse vorgestellt.

1964 gründete Brandstätter die HOB GmbH & Co. KG zum Bau von Plattenspielern und Wechselsprechanlagen; 1981 trat Klaus Brandstätter in das Unternehmen ein und wendete die Produktion in Richtung Software, insbesondere für Remote Access.[1]

Horst Brandstätter ist Gründer der Stiftung „Kinderförderung von Playmobil“ und der Freizeitparks „Playmobil FunPark“, die auf aktive Beschäftigung und körperliche Bewegung von Kindern ausgerichtet sind.

Er hat zwei Söhne, ist zweifach geschieden und überwintert in Jupiter Island (Florida).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vom Plattenspieler zur Software-Chiffrierung: Die Cadolzburger HOB feiert 40-jähriges Bestehen - Pressemitteilung vom 21. November 2007