geobra Brandstätter

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geobra Brandstätter GmbH & Co. KG
Rechtsform GmbH & Co. KG
Sitz Zirndorf
Leitung Horst Brandstätter (Firmeninhaber)
Steffen Höpfner (Kaufmann)
Andrea Schauer (Geschäftsführerin)
Mitarbeiter 4.069 (2013)[1]
Umsatz 612 Mio. Euro (2013)[1]
Branche Spielzeug, Pflanzsysteme
Website www.playmobil.de
Unternehmenssitz in Zirndorf

Die geobra Brandstätter GmbH & Co. KG, auch kürzer und einfacher Brandstätter-Gruppe genannt, ist ein deutsches Unternehmen, das für sein System-Spielzeug Playmobil bekannt ist. Sitz des Unternehmens ist das fränkische Zirndorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Schlosser Andreas Brandstätter machte sich 1876 mit sechs Mitarbeitern selbstständig. Sein Unternehmen produzierte Beschläge für Schatullen und Schlösser. Sein Sohn, Georg Brandstätter, übernahm das Unternehmen im Jahr 1908. Nach diesem Wechsel wurde es in Metallwarenfabrik Georg Brandstätter umbenannt. Das Unternehmen zog nach Zirndorf um, wo es 1926 als offene Handelsgesellschaft eingetragen wurde. Produziert wurden Kaufladenartikel, Spielzeuge, Telefone und Spardosen. Zu Beginn der 1930er-Jahre wurde der Unternehmensname um das Markenzeichen geobra ergänzt.

Georgs Sohn Horst Brandstätter trat 1952 in das Unternehmen ein und wurde zwei Jahre später Gesellschafter, nachdem er die Volljährigkeit erreicht hatte. Auf ihn geht die Umstellung der Produktpalette auf Kunststoff zurück. Es wurden Hula-Hoop-Reifen, lenkbare Sitztraktoren und Sparschweine produziert. Aufgrund der starken Konkurrenz im Spielwaren-Geschäft wurde die Produktpalette stetig erweitert und auch Wasserski, Kunststoff-Sportboote, Öltanks und Plattenspieler hergestellt. 1964 wurde die HOB GmbH & Co. KG zum Bau von Plattenspielern und Wechselsprechanlagen gegründet; 1981 trat Klaus Brandstätter in das Unternehmen ein und wendete die Produktion in Richtung Software, insbesondere für Remote Access. 1969 wurden in Dietenhofen neue Fabrikgebäude gebaut, 1971 auf Malta die erste Auslandsproduktion begründet. Zu Beginn der 1970er-Jahre wurden auch Einrichtungsgegenstände wie Deckenpaneele und Möbel als Produkte ins Auge gefasst, jedoch mit Beginn der Ölkrise nicht weiterverfolgt. Das Unternehmen hatte Probleme, genügend Rohstoffe zu bekommen und geriet in die roten Zahlen.

In dieser Situation wurde die Entwicklung eines kleineren System-Spielzeugs forciert, das auf von Hans Beck entwickelten Figuren basierte, die zuerst nicht das Gefallen des Chefs fanden. 1972 wurde die Figur in Deutschland patentiert. 1973 folgten Patente in den USA, Frankreich, England und Italien. Im Februar 1974 wurde dann erstmals Playmobil vorgestellt und bereits im Herbst des Jahres in den Markt eingeführt. Anfangs konnte die Nachfrage kaum gedeckt werden. Bis heute ist Playmobil das wichtigste Produkt von geobra Brandstätter.

1990 zog die Firma in die heutige Firmenzentrale um.

1996 wurde die Stiftung „Kinderförderung von Playmobil“ von Playmobil-Firmeninhaber Horst Brandstätter gegründet worden, wo er an die KiTas und Kindergärten Aktiv-Piratenschiffe an die Kinder fürs Spielen und Bewegen gespendet hat.

Im Jahr 2000 wurde zusätzlich das Geschäftsfeld der Pflanzgefäße und Zubehör mit der Marke LECHUZA-Pflanzsysteme erschlossen. Die LECHUZA-Pflanzsysteme bestehen aus Kunststoff und sind mit einem Erdbewässerungssystem ausgestattet. Im gleichen Jahr wurde die Andrea Schauer die heutige Geschäftsführerin. Auch am derselben Jahr öffnete die Firma die Tore des Playmobil-FunParks für die Öffentlichkeit.

Standorte und Firmen[Bearbeiten]

Bisher produzierte Produkte[Bearbeiten]

  • Schatullenbeschläge (1876–1926)
  • Kaufladenartikel (von 1926–1954 aus Blech, Holz und Metall ab 1954 bis ca. 70er Jahre aus Kunststoff und Metall)
  • Spardosen (von 1926–1954 aus Blech und Metall ab 1954 bis ca. 70er Jahre aus Kunststoff und Metall)
  • Telefone (von 1926–1954 aus Blech und Metall ab 1954 bis ca. 70er Jahre aus Kunststoff und Metall)
  • Metallspielzeuge (von 1926 bis 1954)
  • Hula-Hoop-Reifen (im Jahr 1958/59)
  • Kunststoffspielzeuge vor geobra (von ca. 1958/59 bis 70er Jahre)
  • Sportgeräte (von ca. 1958/59 bis 70er Jahre)
  • Haushaltswaren (von ca. 1958/59 bis 70er Jahre)
  • Playmobil (seit 1974)
  • Lechuza-Pflanzgefäße (seit 2000)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Presseinformationen auf Playmobil-Website.