Playmobil

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Playmobil-Logo

Playmobil ist ein System-Spielzeug des deutschen Unternehmens Geobra Brandstätter mit Sitz in Zirndorf. Hauptelement ist eine 7,5 cm große Spielfigur aus Kunststoff. Hände, Arme, Beine und der Kopf lassen sich bewegen. An die Hände können verschiedene Teile, wie Werkzeuge oder Waffen, angesteckt werden.

Die Markteinführung erfolgte 1974 mit den ersten Figuren Ritter, Indianer und Bauarbeiter. Erfinder von Playmobil ist der Mustermacher und damalige Chefentwickler Hans Beck, der die Idee eines neuen Spielsystems auf Wunsch von Firmeneigentümer Horst Brandstätter realisierte. Der Markenname „Playmobil“ geht ebenfalls auf Hans Beck und Horst Brandstätter zurück.

Der charakteristische blaue Schriftzug wurden von dem Künstler und Grafikdesigner Rainer Willingstorfer entworfen.

Geschichte[Bearbeiten]

Diorama im Historischen Museum der Pfalz in Speyer (2014)
Zentrale in Zirndorf
Magdeburger Reiter und sein Abbild von Playmobil

Die Markteinführung von Playmobil erfolgte 1974. Hans Beck begann bereits 1971 mit der Entwicklung des System-Spielzeugs, doch erst als die steigenden Ölpreise den Kunststoffpreis verzehnfachten, wagte Horst Brandstätter die Markteinführung, denn die damals von Geobra produzierten Großkunststoffartikel (Deckenverkleidungen, Kindermöbel etc.) wurden unrentabel und für die kleinen Figuren wurde wesentlich weniger des teuren Rohstoffs gebraucht.

Das Historische Museum der Pfalz in Speyer (2014)

Das Unternehmen Geobra Brandstätter stellte das neu entwickelte Spielzeug erstmals auf der Nürnberger Spielwarenmesse 1974 vor. Den ersten Themen Baustelle, Wilder Westen und Ritterzeit folgten über 20 verschiedene Themen mit umfangreichem Zubehör. 1976 kamen weibliche Figuren dazu, Kinder- und Babyfiguren wurden erstmals 1981 bzw. 1983 verkauft. Die Figuren wurden im Laufe der Jahre nur leicht modifiziert – so kamen bewegliche Hände und verschiedene „Haartrachten“ hinzu –, blieben aber immer an den ursprünglichen, in ihrer Reduziertheit unverkennbaren Formen ausgerichtet.

Ab 1976 fertigte die griechische Firma Lyra das Playmobilsortiment in Lizenz von Geobra für den dortigen Markt und entwickelte auch eigene Produkte zu dem System. Das Unternehmen exportierte wohl auch in den Nahen Osten, 1986 wurde die Produktion jedoch eingestellt.[1] Ab 1982 fertigte die Firma Schaper die Produkte in Lizenz in den USA.[2]

Nur wenige Jahre nach der Markteinführung von Playmobil wurde das Unternehmen Geobra Brandstätter der umsatzstärkste deutsche Spielwarenhersteller und rangiert seitdem an der Spitze. Das Unternehmen beschäftigt weltweit in vier Fertigungsstätten 4069 Mitarbeiter, davon 2303 in Deutschland.[3] Das Sortiment besteht aus etwa 300 verschiedenen Artikeln.

1975 brachte das Unternehmen BIG das Konkurrenzprodukt Playbig heraus. Zwar unterlag die geobra Brandstätter in einem durch die Markteinführung verursachten, jahrelangen Rechtsstreit, Playmobil konnte sich jedoch letztendlich auf dem Markt durchsetzen; BIG – auch bekannt durch ihr Bobby-Car – stellte die Produktion von PlayBIG 1979 ein.

Seit dem Jahr 2000 gibt es in Zirndorf auch einen eigenen Playmobil-Freizeitpark, der Playmobil FunPark. Inzwischen wurden weitere Playmobil FunParks in Paris, auf Malta, in Athen und in Palm Beach eröffnet.

2004 feierten die Playmobil-Figuren ihren 30. Geburtstag. Im Historischen Museum der Pfalz (Speyer) waren nicht nur viele Figuren, sondern auch deren oft ungewöhnliche Verwendungen von Sammlern und Künstlern zu besichtigen. Die Ausstellung mit dem Titel „Playmobil - Entdecke die Welt“ tourte bis 2006 durch Deutschland und war im Maximilianpark Hamm, Niederrheinischen Museum Kevelaer, Bilderbuchmuseum Troisdorf und Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim zu sehen.

Im Juli 2006 stellte Playmobil erstmals in der Unternehmensgeschichte eine Figur vor, die ein historisches Wahrzeichen einer Stadt porträtiert. Anlässlich der 29. Ausstellung des Europarates Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation in Magdeburg veröffentlichte Playmobil eine eigene Version des Magdeburger Reiters, eines steinernen Standbildes aus der Zeit der Staufer.

Zum Jubiläum 40 Jahre Playmobil im Jahr 2014 findet seit Dezember 2013 bis November 2014 im Historischen Museum der Pfalz in Speyer erneut eine Sonderausstellung statt. Sie trägt den Titel „Eine Abenteurreise durch die Zeit“.[4]

Umsatzentwicklung[Bearbeiten]

Geschäftsjahr Brandstätter Group
Mio. €
Playmobil
Umsatz weltweit

Mio. €
Quelle
2013 612 552 [3]
2012 591 531 [3]
2010 560 507 [5]
2009 518 474 [6]
2008 496 452 [7]
2007 459 427 [8]
2006 402 379 [9]
2005 377 361

Etwa 70 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erzielt. Es gibt Playmobil-Vertriebsstätten in vielen Ländern Europas und in den USA, Kanada und Mexiko.[3]

Produktentwicklung[Bearbeiten]

Playmobil System (1974–1980)[Bearbeiten]

Logo Playmobil System (1974–1980)

Die ersten produzierten Figuren waren relativ schlicht gestaltet und einfarbig. Die Köpfe hatten nach unten einen spitz zulaufenden Verbindungsstecker, waren von innen nicht verstärkt und hatten keine Steckkerben, die erst später für Accessoires wie Bärte, Brillen und Ohrringe eingeführt wurden. Es gab nur einen Frisurentyp in den Farben Schwarz, Braun und Blond (Gelbton). Hände und Arme waren ein zusammenhängendes Figuren-Element, wodurch die Hände unbeweglich waren.

Playmobil-Diorama

Erste Handmuster für Produktpräsentationen sowie die ersten Serienproduktionen hatten zunächst glatte Fußsohlen mit einem kleinen Loch. Danach hatten die Figuren für eine kurze Zeit auf den Fußsohlen die Kennzeichnung „b“ - das Markenzeichen für „brandstätter“, welches in den ersten Jahren auch auf den Packungen in Weiß-Schwarz-Rot direkt unter dem Playmobil-Logo gedruckt war. Dieses war auch eine Folge aus dem in dieser Zeit geführten Rechtsstreit mit der Firma Big (siehe oben). Ab Mitte 1975 wurden diese Marken- und Copyright-Kennzeichnungen auf den Fußsohlen erweitert. Auf der linken Fußsohle stand b geobra auf der rechten (C)opyright 1974. Diese Kennzeichnung gab es, bis die Figuren mit dem ausgestalteten Schuhwerk eingeführt wurden.

Außerdem kann man die unterschiedlichen Figuren-Generationen am inneren Verbindungselement erkennen, das in den ersten Jahren noch farbig passend zur Figurenfarbe gestaltet war, später aber einheitlich ungefärbt in allen Figuren eingebaut wurde. Dieses Verbindungselement wurde nach der Einführung der ersten Serienfiguren für einen stabileren Zusammenhalt und eine bessere Beweglichkeit der Figuren regelmäßig weiterentwickelt.

Es gab zu Anfang drei Spielwelten und noch keine einheitliche Verpackungen. Die Packungen wurden in Blister und Kartonagen in je drei verschiedenen Farben bis 1975 produziert.

  • Bau (blau)
  • Indianer (rot)
  • Ritter (grün)

Die Ritterfiguren waren somit auch die ersten Figuren, die mit ihrem chromfarbenen Oberkörper quasi zweifarbig gestaltet waren. Die Indianerfiguren waren bis 1975 mehrheitlich pastellfarben und die Bauarbeiterfiguren waren aus kräftigen Farben gegossen, wie sie bis in die 1980er-Jahre üblich waren.

Mit dem Indianer-Set 3255, dem Ritter-Set 3265 und dem Set 3270 wurden parallel auch die ersten Pferde-Figuren eingeführt.

Ab 1975 war die Verpackungsfarbe Blau. Der Name der Figuren war Klicky und bekam diesen in Form eines Stempelsymbols von 1976 bis 1980/81 mit der jeweiligen Figurenanzahl auf die Verpackungen aufgedruckt.

Es folgten folgende Sortimentserweiterungen:

  • ab 1975: Ausbau der Westernwelt (inkl. Nordstaatler-Soldaten und Mexikaner) und Gegenwartsmodelle (u. a. Polizist 3324)
  • ab 1976: Polizei, Feuerwehr und Mittelalter-Figuren sowie die Western-Häuser
  • ab 1977: Rettungswesen und Freizeit/Camping sowie Burgen und mittelalterliche Fachwerkhäuser
  • ab 1978: Bauernhof/Farm, Zirkus, Wintersport und Piraten

Playmobil Color (1978–1993)[Bearbeiten]

Logo Playmobil Color (1978–1982)

Im Jahr 1978 führte Playmobil parallel zum Grundsortiment bemalbares Playmobil ein, zu denen auch Stifte in zwei Anzahlvarianten vertrieben wurden. Die letzten dieser Produkte bildeten Tiermodelle wie Giraffen, Pinguine oder Zebras bis 1993.

Playmo Space (1980–1994)[Bearbeiten]

Logo Playmo Space bis 1988

Im Zuge des Science-Fiction-Booms durch den Film Krieg der Sterne führte Playmobil einige Astronauten und Raumschiff-Sets mit eigenen Logo ein. Nach den letzten Produkten der Serie, die längst das normale Firmenlogo auf der Packung trugen, ließ Playmobil mit ähnlichen Welten erst wieder zu Anfang des 21. Jahrhunderts den Weltraumsektor beleben.

Playmobil (1981–1989)[Bearbeiten]

Playmobil-Logo (1980–1990)

Mit dem größeren Bekanntheitsgrad Playmobils begann eine neue Epoche ab 1981, die die drehbaren Hände, zuerst bei den neuen Kindermodellen (ab 1981) und dann den normalen Figuren (ab 1982) mit sich brachte. Dies war notwendig, um Gegenstände einfacher gestalten zu können ohne diese kompliziert mit zusätzlichen (in der Realität nicht vorhandenen) Griffen zu versehen. Zusätzlich tauchten ab 1983 einhängbare Bärte und eingestanzte Brillen bei den Figuren auf. Ab 1986 wurden dicke Männer und Frauen mit langen Röcken eingeführt. Bei den Brillen ging man auch auf austauschbare Modelle über.

  • Safari-Welt (ab 1980)
  • Elektrische Eisenbahn (ab 1980)
  • Kindergarten/Schule (ab 1981)
  • Seefahrt (ab 1983)
  • Winter und Wintersport (ab 1984)
  • Arktis und Eskimos (auch: Inuit ; ab 1985)

Playmobil Puppenhaus (ab 1989)[Bearbeiten]

Logo Playmobil Puppenhaus

Die Einführung der Puppenhaus-Serie wurde zu Beginn in der viktorianischen-wilhelminischen Zeitalter angesiedelt und ab zirka 2002/03 in die Gegenwart umgeändert. Die Verpackungen sind rosa, um speziell Mädchen als Zielgruppe anzusprechen. Über den Ersatzteilkatalog kann man auch ein weiteres Stockwerk erwerben, mit dem dieses erweitert werden kann.

Playmobil (seit 1990)[Bearbeiten]

Playmobil-Logo seit 1991

Um 1990 wurde das Logo abgerundet und die Erneuerungen der Puppenhaus-Welt auch bei anderen Welten angewandt. Seitdem kommen jährlich immer neue Welten hinzu oder werden durch andere abgelöst. Die Figuren bekamen neue Kleidung wie Westen, Frisuren oder neue Anzugsmodelle, die im Gegensatz zu früher meist nicht mehr abnehmbar sind. Die Bedruckungen auf den Figuren haben soweit zugenommen, dass es schwierig ist, andere Varianten zu erstellen.

Veröffentlichte Themen:

  • ab 1993: Wildnis/Outdoor
  • ab 1995: Märchenwelt
  • ab 1996: Weihnachten
  • ab 1997: Zauberwelt
  • ab 1998: Abenteuerwelt
  • ab 1999: Märchenschloss
  • ab 1999/2000: Weltraum
  • ab 2002: Wikinger und Supermarkt
  • ab 2004: Dinosaurier
  • ab 2006: Altes Rom/Römer
  • ab 2008: Altes Ägypten
  • ab 2009: Wohnhaus und Schule
  • ab 2010: Top Agents und Moderner Tierpark (Zoo)
  • ab 2011: Steinzeit, Bauernhof, Future Planet sowie die Sammelserie Playmobil Figures
  • ab 2012: Top Agents 2, Hotel, Reiterhof, Hafen sowie Neuauflagen der Themen Dinosaurier, Fußball, Polizei und Western; Wild Life (in Kooperation mit dem WWF); außerdem Einführung der Kleinpackungen Special Plus
  • ab 2013: Sports und Action, Racing Karts, Bergwelt, Feenwelt, Camping, Shopping Center, Asia Drachenland sowie Neuauflage des Themas Baustelle
  • ab 2014: Freizeitpark, Küstenwache, Tierklinik

Playmobil 1-2-3 (ab 1990)[Bearbeiten]

Um auch den Kindern unter vier Jahren die Playmobilwelt zu eröffnen, begann man ab 1990 eine Serie in gelben Verpackungen zu produzieren. Die Produkte sind stark vereinfacht. Nur der Kopf und die zusammenhängenden Beine sind drehbar. Die Gegenstände sind auf das Notwendigste reduziert, um ein Verschlucken zu verhindern.

Speyer (2014)

Playmobil Special (ab 1993)[Bearbeiten]

Nachdem bereits einige Welten über Einzelfigurpackungen verfügten, führte man ab 1993 eine unabhängige Einzelfigur-Serie mit dem Namen Playmobil Special ein. Die Figuren werden regelmäßig getauscht und dienen meist auch als Test für neue Welten, die einige Jahre später im größeren Umfang eingeführt wurden. Seit 2012 wird diese Reihe als Playmobil Special Plus fortgeführt, wobei der Packungsinhalt gegenüber den alten Special-Sets erweitert wurde.

Promotion-Packungen[Bearbeiten]

Neben den Einzelpackungen und Set-Packungen zu den verschiedenen Themenwelten führte Playmobil seit 1980 immer neue Varianten verschiedener Promotion-Packungen ein. So gab es regelmäßig ein „Super-Set“, Adventskalender und „Jubiläums-Sets“. Außerdem wurden auch Spielkoffer-Sets, Ostereier-Sets und „Duo-Packs“ eingeführt.

Besonderheiten[Bearbeiten]

  • Anders als bei der Konkurrenz, wie z. B. Lego, gibt es bei Playmobil bewusst keine lizenzierten Merchandising-Produkte, also Sets, die im Rahmen einer gemeinsamen Vermarktung mit Filmen oder anderen Medien angeboten werden. Dafür gibt es allerdings spezielle markenorientierte Sets, wie beispielsweise Flugzeuge mit Airline-Logo, die nur auf den Flügen der entsprechenden Airline verkauft werden.
  • Im Gegensatz dazu versucht Playmobil neutral medialen Trends zu folgen, so dass die Western-Welt (seit 2012 wieder komplett im Programm) für Jahre aus dem Programm verschwand, da es kaum noch massenwirksame mediale aktuelle Vorbilder gab. Die Welt der Piraten bekam hingegen einen Aufschwung durch die Fluch-der-Karibik-Reihe, in der sogar Geisterpiraten-Sets angeboten wurden. Die Wiederentdeckung der Dinosaurier war Filmen wie Jurassic Park geschuldet.
  • Ein anderer Aspekt ist die Darstellung von Waffen, die bis 1997 nur auf historische Welten beschränkt war. Polizisten der Gegenwartswelt wurden bis dort nur mit Knüppel und Kelle ausgestattet. Das einzige moderne Gewehr fand sich in der Safari-Welt (1980–1988). Erst mit der Einführung der neuen realitätsnahen Polizeifiguren ab 1997 führte man auch eine moderne Handfeuerwaffe ein.

Individuelle Gestaltung von Playmobil-Figuren (Customizing)[Bearbeiten]

Viele Sammler von Playmobil-Figuren gestalten individuelle Figuren, die es so nicht im Handel zu kaufen gibt, z. B. für Modelle oder Trickfilme.[10]

Bei diesem so genannten „Customizing“ werden vier Stufen unterschieden:

1. Stufe: Original-Figuren und Zubehörteile unterschiedlicher Themenwelten aber aus gleicher Playmobil-Zeit werden kombiniert.

Beispiel: Eine rot-schwarze Klicky-Figur von 1976 wird mit Federband, Feder-, Hand- und Fußschmuck zu einem Indianer.

2. Stufe: Original-Figuren und Zubehörteile unterschiedlicher Themenwelten und Playmobil-Zeiten werden kombiniert.

Beispiel: Aus einer Piraten-Figur mit Holzbein wird mit Kleidungsstücken von Soldaten eine Kriegsversehrtenfigur. So eine Figur würde Playmobil nie produzieren, da sie unvereinbar mit der eigenen Spiel- und Produktphilosophie wäre.

3. Stufe: Original-Figuren werden zerlegt und mit anderen Figurteilen (Kopf, Körper, Arme, Beine) anderer Original-Figuren kombiniert und zusätzlich mit Zubehörteilen aus unterschiedlichen Themenwelten und Playmobil-Zeiten bestückt.

4. Stufe: ähnlich Stufe 3; Die Figuren und Zubehörteile werden noch handwerklich verändert oder individuell bemalt.

In gleicher Weise werden von Sammlern auch Pflanzen, Fahrzeuge, Schiffe und Gebäude teilweise mit enorm hohem materiellen und handwerklichen Aufwand verändert.

Darüber hinaus werden zur Darstellung der verschiedenen Playmobil-Welten und Inszenierung der entsprechenden Figuren mitunter auch sehr große Kulissen mit Landschaften und Gebäuden erstellt, die fast ausschließlich aus „Fremdmaterialien“ wie handelsübliche Bastel- und Modellbaumaterialien hergestellt werden. Hierbei ist die Grenze zwischen Customizing und dem klassischen Modellbau fließend.

Vor allem auf überregionalen Playmobil-Tauschbörsen oder in Internet-Foren tauschen zum Beispiel, beim Klickywelt, Playmo-Treff, usw., die Sammler Informationen und Tipps zu speziellen Customizing-Techniken aus. Diese Kreativität der Playmobil-Sammler nutzt die Firma Geobra Brandstätter für neue Produktideen. Unter anderem wurde auch das System X zur individuellen Gestaltung und Erweiterung von Gebäuden hieraus entwickelt.

Ausstellungen und Stammtische[Bearbeiten]

Von Fans, Sammlern und andere Firmen organisiert[Bearbeiten]

  • Die Allgäu-Börse, seit 2013
  • Zirndorfer Playmobil-Stammtisch, seit September 2014
  • LuxPlaymoDays, seit Oktober 2006

Von Playmobil organisiert[Bearbeiten]

Bisherige Ausstellungen[Bearbeiten]

  • 40 Jahre Playmobil - Eine Abenteuerreise durch die Zeit im Museum Speyer, 1.Dezember 2013 - 02.November 2014
  • Die Welt im Spiel - 40 Jahre Playmobil im Spielzeugmuseum Nürnberg, 10.April - 19.Oktober 2014
  • Happy Birthday! 40 Jahre Playmobil im Städtisches Museum Zirndorf, 28.Juni 2014 - 22.Februar 2015
  • Winzige Weltmacht - 25 Jahre Playmobil im Städtisches Museum Zirndorf, 8. Juni - 1. Oktober 2000
  • Der Weg zu Playmobil - 125 Jahre geobra Brandstätter im Städtisches Museum Zirndorf, 28. Juli - 30. September 2001
  • 30 Jahre Playmobil, im Städtisches Museum Zirndorf, 3. Juli - 5. September 2004
  • 30 Jahre Playmobil - Entdecke die Welt , Museum Speyer, 30.November 2003 - 18.April 2004
  • Playmobil-Tour, 2004 - 2010

Sonstiges[Bearbeiten]

Playmobil-Diorama
  • In der Zweiten Fußball-Bundesliga trug die SpVgg Greuther Fürth ihre Heimspiele im Playmobil-Stadion aus. Das Stadion wurde 2010 in Trolli Arena (seit Juni 2014 Stadion am Laubenweg) umbenannt.
  • Es gibt drei Hörspielserien zum Thema Playmobil: Professor Mobilux (von Europa, 16 Folgen), Playmobil (von Universal – 3 Folgen) und Die Playmos (von Lübbe – zurzeit 41 Folgen.[11])
  • Es gibt auch mehrere Playmobil-Computerspiele wie zum Beispiel Die große Schatzsuche – Laura und Alex bei den Piraten
  • Die erste Playmobil-Eisenbahn-Reihe benutzt das Schienensystem der Lehmann-Groß-Bahn, sogar das LGB-Logo ist auf der Unterseite der Playmobil-Schienen geblieben
  • Zu Weihnachten sind Sonderpackungen wie Weihnachtskrippe, Heilige Drei Könige u. Ä. erhältlich.
  • Seit 2004 werden zu Ostern Playmobilfiguren mit Hasenköpfen produziert und auch Ostereier sowie Osterkalender und Osterartikeln.
  • Die Klicky-Bibel (ursprünglich Playmo-Bibel) eines hessischen Pastors, die die Heilige Schrift mit Playmobil-Figuren darstellte, wurde im März 2009 auf Betreiben des Herstellers mit dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzung gestoppt.[12]
  • Das Archäologische Landesmuseum in Konstanz veranstaltet seit 2006 regelmäßig Ausstellungen für Kinder mit dem Titel Archäologie und Playmobil.
  • Jährlich werden Sonderpackungen für Kaufhof produziert, die nur dort erhältlich sind.
  • Auch für Toys “R” Us, Karstadt, real SB-Warenhaus, Vedes/Spielzeugring, Müller (Handelskette), idee+spiel und andere Spielwarenbranchen werden regelmäßig Sonderpackungen produziert.
  • Im April 2012 bat Geobra Brandstätter die Piratenpartei Deutschland keine Playmobil Piratenfiguren als Symbol oder Werbeträger der Partei zu nutzen, da Playmobil „ein politisch neutrales Spielzeug“ sei. Anita Möllering, Bundespressesprecherin der Piratenpartei, antwortete, dass nicht die Piratenpartei, sondern die berichtenden Medien für diese Darstellungen verantwortlich seien und die Piratenpartei es auch „nicht toll“ fände, wenn sie mit Spielzeugen dargestellt werde.[13]
  • Horst Seehofer bekam von Playmobil eine Angela-Merkel-Figur geschenkt.[14]

Playmobil-Foren und -Clubs[Bearbeiten]

  • Klickywelt, seit 2003, Vorgänger Playmo-Portal[15]
  • funtastic-plastic, seit 2009[16]
  • Playmo-Treff, seit 2008[17]
  • PlaymoFriends, seit 2005[18]
  • Playmobil Collectors Club (PCC), seit 2012[19]

Engagement[Bearbeiten]

  • Stiftung Kinderförderung von Playmobil, seit 1996[20]
  • Aktion Spielen und Helfen, seit 2005[21]
  • Astraia-Stiftung, seit 2012[22]
  • WWF und Playmobil - eine tierische Kooperation, seit 2013[23]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Felicitas Bachmann: 30 Jahre Playmobil. Heel, Königswinter 2004, ISBN 3-89880-251-5
  • Axel Hennel: Playmobil Collector 2006. Katalog für Playmobil-Spielzeug. 2. Auflage. Fantasia, Dreieich 2006, ISBN 3-935976-40-2 (ausführlicher, bebilderter, chronologischer Produktkatalog für Sammler)
  • Hannah Köpper / Sacha Szabo (Hg.): Playmobil durchleuchtet. Wissenschaftliche Analysen und Diagnosen des weltbekannten Spielzeugs. Tectum, Marburg 2014, ISBN 3-8288-3022-6
  • Richard Unglik: Playmobil – Abenteuer der Weltgeschichte. Heel, Königswinter April 2005, ISBN 3-89880-429-1. 94 Seiten, gebunden.
  • Richard Unglik: Playmobil – Abenteuer Tierwelt. Heel, Königswinter Mai 2009, ISBN 3-86852-005-8. 94 Seiten, gebunden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Playmobil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Greek toy museum: Playmobil Greek Lyra. Abgerufen am 27. August 2014 (englisch).
  2. collectobil.com: The Schaper license. 9. Februar 2005, abgerufen am 27. August 2014 (englisch).
  3. a b c d Playmobil: Brandstätter-Gruppe - die wichtigsten Daten. 29. Januar 2014, abgerufen am 27. August 2014.
  4. 40 Jahre PLAYMOBIL. Historisches Museum der Pfalz, abgerufen am 7. März 2014.
  5. Playmobil auf Siegeszug in den Kinderzimmern
  6. Brandstätter-Gruppe - die wichtigsten Daten
  7. Playmobil erzielt erneut Umsatzrekord
  8. Playmobil Fakten 2007
  9. Brandstätter-Gruppe – die wichtigsten Daten (MS Word; 23 kB)
  10. Playmobil-Customizing
  11. Bastei Lübbe: Die Playmos - Folge 41. Abgerufen am 27. August 2014.
  12. Playmobil-Pfarrer gibt Internetseite auf , Artikel auf express.de
  13. Playmobil will mit Piratenpartei nichts zu tun haben, Artikel auf golem.de, abgerufen am 20. April 2012
  14. Christian Rickens: Playmobil-Chef Brandstätter : „Die Kinder wollen es so“. spiegel.de, 20. Oktober 2013, abgerufen am 22. Oktober 2013.
  15. www.klickywelt.de
  16. www.funtastic-plastic.de
  17. www.playmo-treff.de
  18. www.playmofriends.com
  19. www.pcc.pm
  20. Playmobil: Stiftung Kinderförderung von Playmobil. Abgerufen am 27. August 2014.
  21. Playmobil: Aktion Spielen und Helfen. Abgerufen am 27. August 2014.
  22. Playmobil: PLAYMOBIL unterstützt mit AQUA ASTRAIA Straßenkinder in Indien. Abgerufen am 27. August 2014.
  23. Playmobil: WWF und Playmobil - eine tierische Kooperation. Abgerufen am 27. August 2014.