Horst Rittner

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Horst Rittner, 2008

Horst Robert Rittner (* 16. Juli 1930 in Breslau) ist der 6. Fernschachweltmeister. Er ist neben Fritz Baumbach der erfolgreichste deutsche Fernschachspieler.

Der Funktionär[Bearbeiten]

Von Beruf zwar Bankkaufmann, wurde der starke Schachspieler, der in Berlin ansässig ist, 1954 hauptberuflich Generalsekretär des Deutschen Schachverbandes der DDR. Anfang der 1960er Jahre war er Trainer beim TSC Berlin, danach von 1965 bis 1991 Redakteur der Zeitschrift Schach. In der Wochenpost redigierte er lange Jahre die Schachspalte, in der sich kommentierte Partien und Schachkompositionen abwechselten. Von 1961 bis 1991 war er Vizepräsident im ICCF und Vorsitzender der Qualifikationskommission. Für seine Verdienste wurde ihm 1979 die Ehrenmitgliedschaft im ICCF angetragen.

Fernschach[Bearbeiten]

Anfang der 1950er Jahre machte er Bekanntschaft mit dem Fernschach und erzielte darin bemerkenswert rasch große Fortschritte. 1956 gewann er die Gesamtdeutsche Fernschachmeisterschaft, 1961 verlieh ihm die ICCF den Großmeistertitel für Fernschachspieler. Insgesamt erfüllte er (bis 2000) zehnmal die GM-Norm. 1966 siegte er im sehr stark besetzten Ragosin-Gedenkturnier.

Rittner gewann die von Juli 1968 bis September 1971 ausgespielte 6. Fernschachweltmeisterschaft vor Ex-Weltmeister Wladimir Sagorowski.[1] Sein Erfolg fand ein gewisses Medienecho in der DDR. Vom Verband DTSB wurde ihm für den Titel die Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille verliehen.

Es gelang Rittner nicht, seinen Titel zu verteidigen oder wiederzuholen, obwohl er noch an zahlreichen weiteren Weltmeisterschaftsturnieren teilnahm.

Turnierschach[Bearbeiten]

Auch am Brett erreichte Rittner eine passable Spielstärke. Er nahm in den 1950er Jahren dreimal an der DDR-Meisterschaft teil. Mit dem Verein AdW Berlin spielte er in der Oberliga.

Privates[Bearbeiten]

Horst Rittner ist verheiratet und hat zwei Söhne. Sein Hobby ist das Reisen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schach 11/1971, S. 323