Hydroxylaminhydrochlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Hydroxylaminhydrochlorid
Allgemeines
Name Hydroxylaminhydrochlorid
Andere Namen
  • Hydroxylammoniumchlorid
  • HACl
Summenformel ClH4NO
CAS-Nummer 5470-11-1
Kurzbeschreibung

farblose Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 69,49 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,67 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

159 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
05 – Ätzend 08 – Gesundheitsgefährdend 07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 290-351-312-302-373-319-315-317-400
EUH: keine EUH-Sätze
P: 273-​281-​302+352-​305+351+338-​308+313 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I [3]
Explosionsgefährlich Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Explosions-
gefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(E) (Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 2-21/22-36/38-40-43-48/22-50
S: (2)-36/37-61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Hydroxylaminhydrochlorid, auch als Hydroxylammoniumchlorid bezeichnet, ist eine farblose, kristalline anorganische chemische Verbindung. Es ist das Salzsäuresalz des Hydroxylamins und verhält sich in den meisten chemischen Reaktionen wie ungebundenes Hydroxylamin, ist aber thermisch stabiler.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Herstellung

Hydroxylaminhydrochlorid ist zugänglich durch

\mathrm{HON(SO_3K)_2 + 2\ H_2O \longrightarrow (NH_3OH)HSO_4 + K_2SO_4}

[Bearbeiten] Eigenschaften

In Deutschland ist Hydroxylaminhydrochlorid entsprechend der Regelungen des Sprengstoffgesetzes als explosionsgefährlicher Stoff der Stoffgruppe C eingestuft.[5]

[Bearbeiten] Chemische Eigenschaften

Hydroxylaminhydrochlorid reagiert

[Bearbeiten] Verwendung

Hydroxylaminhydrochlorid ist ein vielseitig einsetzbares Reagenz in der pharmazeutischen und organischen Synthese, zum Beispiel zur Synthese von Oximen und Oximethern aus Carbonylverbindungen oder zur Synthese von Hydroxamsäuren.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Helmut Sitzmann, in: Römpp Online - Version 3.5, 2009, Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  2. a b c d Eintrag zu CAS-Nr. 5470-11-1 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 16. Februar 2008 (JavaScript erforderlich).
  3. a b Eintrag zu CAS-Nr. 5470-11-1 im European chemical Substances Information System ESIS (ergänzender Eintrag)
  4. G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 487-8.
  5. BAM-Bescheid Nr. 260 vom 16. Mai 1988.

[Bearbeiten] Literatur

Roempp Chemie Lexikon CD

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen