Gandharva

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Gandharva (rechts) und Apsara (links). Cham-Skulptur, Vietnam, 10. Jahrhundert

Ein Gandharva (Sanskrit, m., गन्घर्व, gandharva) ist in den hinduistischen Veden eine Gottheit, die die Geheimnisse des Himmels und der göttlichen Wahrheit kennt und offenbart. Er ist eine Personifizierung des Lichts der Sonne. Seine Aufgabe ist es, den Soma, den Trank der Götter, zu bereiten und zu beschützen.

Die Gefährtinnen der Gandharvas sind die Apsaras. In den späteren Vorstellungen wurden die Gandharvas (ein Halbgöttergeschlecht) Sänger und Musiker, die an den Banketten der Götter teilnahmen; in diesem Sinn wird der Begriff auch im Buddhismus verwendet. Ihr Anführer ist der Weise Narada, Erfinder der Stabzither Vina. Die Gandharvas werden entweder als Mischwesen aus Mensch und Vogel oder Mensch und Pferd dargestellt. In ihren Händen tragen sie stets die Vina. [1]

In einigen Schriften des Mahayana und des Vedanta dient der Begriff „Stadt der Gandharvas“ (Sanskrit: gandharva nagaram) auch als Metapher für eine Täuschung oder Illusion. Teilweise wird auch die Lehre der Musik als "Gandharvaveda" bezeichnet. Einem berühmten Schöpfungsmythos zufolge, gingen aus der Verbindung eines Gandharva mit einer Apsara die ersten Menschen, Yama und Yami hervor. [2]

[Bearbeiten] Literatur

  • Anneliese und Peter Keilhauer: Die Bildsprache des Hinduismus. Die indische Götterwelt und ihre Symbolik. 2. Aufl. DuMont, Köln 1986, S. 237f
  • William Joseph Wilkens: Hindu Mythology, Vedic and Puranic. Thacker, Spink & Co., Calcutta / London 1882; Neuauflage: Rupa & Co., Calcutta u.a. 1975, S. 482–485 (Online bei Internet Archive)

[Bearbeiten] Belege

  1. Quelle: Bellinger "Knaurs Lexikon der Mythologie"
  2. Rahel Sturm: "Enzyklopädie der östlichen Mytholgie"
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