Infektionsepidemiologie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Infektionsepidemiologie ist eine medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Epidemiologie von übertragbaren Erkrankungen (Infektionskrankheiten und parasitäre Erkrankungen), also ihrem räumlichen und zeitlichen Auftreten, beschäftigt. Die Infektionsepidemiologie untersucht Übertragungswege und Erregerreservoirs für die Ausbreitung dieser Erkrankungen und beschreibt diese in mathematischen Modellen. Aus ihnen werden Prognosen zur Ausbreitung und Handlungsanweisungen zur Vermeidung abgeleitet.

Die Infektionsepidemiologie umfasst neben der klassischen Hygiene auch die Maßnahmen der öffentlichen Gesundheitsvorsorge (Public Health) von übertragbaren Erkrankungen und die Möglichkeiten zu ihrer Überwachung (Surveillance). In Deutschland lautet die Arztbezeichnung des Spezialisten Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie.

Quellen[Bearbeiten]

  • A. Krämer, R. Reintjes: Infektionsepidemiologie. Methoden, moderne Surveillance, mathematische Modelle, Global Public Health. Berlin, Heidelberg, New York (Springer) 2003 ISBN 3-540-42764-3