Ingrid Schmidt (Schwimmerin)

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Ingrid Schmidt Schwimmen
Bundesarchiv Bild 183-B1024-0013-001, Ingrid Schmidt.jpg

Ingrid Schmidt in Magdeburg (1963)

Persönliche Informationen
Name: Ingrid Schmidt
Nationalität: Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik
Schwimmstil(e): Rücken
Geburtstag: 3. März 1945
Geburtsort: Rudolstadt
Größe: 1,72 m

Ingrid Schmidt (* 3. März 1945 in Rudolstadt, nach Heirat Ingrid Naue) ist eine ehemalige Schwimmerin aus der DDR. Sie wurde 1960 Olympiadritte mit der Lagenstaffel.

Werdegang[Bearbeiten]

Sie stellte von 1959 bis 1963 insgesamt 14 DDR-Rekorde auf den Rückenstrecken auf. 1959, 1960, 1961 und 1963 wurde sie DDR-Meisterin auf der 100 Meter Rückenstrecke, 1963 gewann sie auch die 200 Meter Rückenstrecke. In Rom bei den Olympischen Spielen 1960 schwamm sie in der 4×100 Meter Lagenstaffel, die für die gesamtdeutsche Mannschaft Bronze gewann. Ingrid Schmidt, Ursula Küper und Bärbel Fuhrmann aus der DDR schwammen in dieser Staffel zusammen mit der BRD-Freistilspezialistin Ursel Brunner 4:47,6 Minuten, verpassten damit aber den Europarekord, den die DDR-Lagenstaffel kurz vorher auf 4:46,7 Minuten gestellt hatte. Allerdings wäre die Staffel auch mit der Europarekordzeit hinter den Staffeln der USA und Australiens ins Ziel gekommen.

1962 wurde sie mit der Lagenstaffel der DDR Europameisterin in neuer Weltrekordzeit von 4:40,1 Minuten. Für diese Leistung wurde die Lagenstaffel mit Ingrid Schmidt, Barbara Göbel, Ute Noack und Heidi Pechstein in der DDR zur Mannschaft des Jahres gewählt. Im selben Jahr erhielt sie den Vaterländischen Verdienstorden in Silber.[1] Sie startete zuerst für die BSG Einheit Greiz und später für den SC DHfK Leipzig.

Privates[Bearbeiten]

Ingrid Schmidt wurde später Ärztin und siedelte 1984 in die Bundesrepublik über.

Literatur[Bearbeiten]

  • Volker Kluge: Das große Lexikon der DDR-Sportler. Die 1000 erfolgreichsten und populärsten Sportlerinnen und Sportler aus der DDR. Ihre Erfolge und Biographien. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-348-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berliner Zeitung, 13. September 1962, S. 2

Weblinks[Bearbeiten]