Intubation
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Als Intubation wird das Einführen eines Tubus (einer Hohlsonde) in eine natürliche Körperhöhle oder ein Hohlorgan bezeichnet. Meist wird der Begriff im Sinne des Einführens eines Tubus über Mund oder Nase zur Sicherung der Atemwege genutzt.
Es kann sich dabei um das Einlegen eines Oropharyngealtubus (durch den Mund, etwa der Guedel-Tubus) oder eines Nasopharyngealtubus (durch die Nase, etwa der Wendl-Tubus) handeln, die im Rachen enden und die Zunge von der Rachenhinterwand weghalten und so eine Spontanatmung oder Beatmung mit einem Beatmungsbeutel ermöglichen.
Bei der endotrachealen Intubation wird ein Endotrachealtubus durch Mund (orotracheal) oder Nase (nasotracheal) zwischen den Stimmlippen des Kehlkopfes (Larynx) hindurch in die Luftröhre (Trachea) eingebracht. Dies wird bei Patienten in Narkose, Bewusstlosigkeit oder akuten Störungen der Atmung durchgeführt, um die Atemwege vor einer Aspiration zu sichern und eine externe Beatmung zu ermöglichen. Die Intubation gilt heute als Standardmethode (Goldstandard) der Atemwegssicherung, der Begriff Intubation wird im engeren Sinn oft deshalb auf diese bezogen. Das Einführen eines Tubus mit zwei Lumina ermöglicht die seitengetrennte Belüftung der Lungenflügel, was bei einigen Eingriffen in der Thoraxchirurgie benötigt wird. Dies wird teilweise auch als endobronchiale Intubation beschrieben, da die Spitze des Tubus in einem Hauptbronchus zu liegen kommt.
Alternativen zur endotrachealen Intubation sind Hilfsmittel wie Larynxtubus und Combitubus, die oft beim Unvermögen, den Tubus korrekt zu platzieren (schwierige Intubation) eingesetzt werden.
Im angelsächsischen Sprachgebrauch wird der Begriff Intubation teilweise auch zur Beschreibung endoskopischer Prozeduren gebraucht.
[Bearbeiten] Literatur
- Roche Lexikon Medizin. Urban & Fischer Bei Elsevier; 5. Auflage 2003. ISBN 978-3437151507