Iserlohn Kangaroos

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TuS Iserlohn Kangaroos
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Gründungsjahr 1. August 1958
Vereinsfarben Orange / Weiß
Liga ProB Süd
Spielstätte Hemberghalle
(1500 Plätze)
Anschrift Steinstraße 1
58636 Iserlohn
Internetseite www.iserlohn-kangaroos.de

Die TuS Iserlohn Kangaroos sind ein deutscher Basketballverein aus dem sauerländischen Iserlohn, der seit der Saison 2014/15 in der ProB spielt.

Die Spiele werden in der Iserlohner Hemberghalle ausgetragen. Maskottchen der Mannschaft ist das Känguru „Jumpy“. In den letzten Jahren wechselte mehrfach der Namenssponsor. Lange Jahre trug die Mannschaft den Namen TuS Poco Iserlohn, in der Saison 2005/06 C»Press. Seit der Saison 2007/2008 trägt man den Namen NOMA Iserlohn Kangaroos.

Geschichte[Bearbeiten]

Hemberghalle

Beim Skiklub Iserlohn wurde 1955 eine Basketball-Abteilung eingerichtet, die erst zwölf Jahre später zum TuS Iserlohn überging. Als Basketballverein trat man am 1. August 1958 dem Westdeutschen Basketball-Verband bei. 1972 stieg die Basketball-Abteilung des TuS erstmals in die Oberliga auf, die dritthöchste Spielklasse.[1] Daraufhin pendelten die Korbjäger meist zwischen Landes- und Oberliga. Dies änderte sich erst mit dem Erscheinen von Paris Konstantinidis. Als Sponsor begann der Grieche bei den Iserlohnern und nach jahrelangem Oberliga-Aufenthalt konnte man 1990 den Aufstieg in die 1. Regionalliga feiern. Am 28. März 1992 mit dem litauischen Bronzemedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele 1992 Gintaras Krapikas auf der Ausländerposition schafften die Kangaroos unter Trainer Ronald Feisel in der Besetzung Ingo Siebert, Oliver Kirchner, Michael Kwast, Stefan Höler, Elmar Grof, Karsten-Thilo Raab, Uwe Radegast, Henning Funke, Thomas Deneke, Volker Arnts und Frank Schachtsiek als Regionalligameister den Aufstieg in die 2. Bundesliga, nachdem das Ziel 1991 nur aufgrund eines zu wenig erzielten Punktes im direkten Duell mit DJK Adler Frintrop denkbar knapp verpasst wurde.

Im darauffolgenden Jahr machten aber vor allem die Nachwuchsmannschaften auf sich aufmerksam. Die C-Jugend wurde westdeutscher Meister und deutscher Vizemeister; die D-Jugend ebenfalls westdeutscher Meister. 1994 mussten die TuS-Basketballer wieder in die 1. Regionalliga absteigen, zudem wurden sie in diesem Jahr eigenständige Abteilung des TuS, nachdem sie bislang der Turn-Abteilung angehörten. 2002 fand die erste Mannschaft den Weg zurück in die 2. Bundesliga. In der Saison 2005/2006 stand der TuS unter dem neuen Namen C>>Press Iserlohn bis zum Schluss auf einem Abstiegsplatz. Nach zwei Trainerwechseln stand am Ende wieder Urgestein Paris Konstantinidis an der Seitenlinie. Durch einen Auswärtssieg im letzten Spiel der Saison verbesserten sich die Kangaroos noch vom letzten auf den vorletzten Tabellenplatz. Zwar war der offiziell auch noch mit dem Abstieg verbunden, doch da die Basketball-Bundesliga aufgestockt wurde, erhielten die Kangaroos nach mühevoller Sponsorensuche eine Lizenz und der Spielbetrieb in der zweiten Bundesliga konnte fortgesetzt werden.

Nach einer erfolgreichen Spielzeit 2006/2007, die in der 2. Bundesliga Nord auf dem elften Platz beendet wurde, bekam das Team seinen jetzigen Namen und ging in der neuformierten Pro B mit dem Namen NOMA Iserlohn Kangaroos an den Start. In der Saison 2007/2008 konnte das Team von Trainer Paris Konstantinidis allerdings nur sieben Spiele gewinnen, sodass die Kangaroos nach sechs Jahren in der 2. Basketball-Bundesliga wieder in die Regionalliga abstiegen. Neuer Trainer wurde der Serbe Dragan Torbica, der in der ersten serbischen Liga 2006 zum Trainer des Jahres gekürt wurde. Mit einem sehr jungen Kader verpassten die Kangaroos 2008/2009 knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga und wurden Dritter. Trainer Torbica verließ ebenso wie die Importspieler Paul Peterson und Fletcher Walters den Verein und wechselte zu den GiroLive Ballers nach Osnabrück. Neuer Trainer des Klubs wurde Ljubisa Anicic. Seit 2011 wird in der neuen Dreifach-Sporthalle am Hemberg gespielt, die rund 1500 Plätze aufweist und somit deutlich größer als die alte Hemberghalle ist.

In der Saison 2013/14 gelang der Mannschaft die Meisterschaft in der ersten Regionalliga West und somit der Aufstieg in die ProB.[2]

Aktueller Kader (Saison 2014/15)[Bearbeiten]

Nummer Name Position Geburtsdatum Größe Doppellizenz für Vorige Saison bei
4 Ruben Dahmen Shooting Guard / Small Forward 7.Juni 1994 1,92 m Noma Iserlohn Kangaroos
5 Kristof Schwarz Point Guard / Shooting Guard 16. Januar 1987 1,86 m Noma Iserlohn Kangaroos
7 Joshua Dahmen Small Forward / Power Forward 14. Oktober 1992 1,92 m Noma Iserlohn Kangaroos
8 Niklas Geske Point Guard / Shooting Guard 13. April 1994 1,89 m Phoenix Hagen Noma Iserlohn Kangaroos
9 Jonas Grof Point Guard / Small Forward 5. Mai 1996 1,98 m Phoenix Hagen Lee Academy Maine
10 Fabian Bleck Small Forward / Power Forward 19. März 1993 2,01 m Phoenix Hagen Noma Iserlohn Kangaroos
13 Orlan Jackman Small Forward / Power Forward 26. April 1988 2,01 m Noma Iserlohn Kangaroos
15 Marcel Keßen Center 2. Januar 1997 2,04 m Phoenix Hagen Phoenix Hagen Juniors
21 Olaf Rostek Power Forward / Center 20. August 1991 2,03 m Noma Iserlohn Kangaroos
25 Thomas Reuter Small Forward / Power Forward 25. Januar 1992 1,96 m Eastern Washington University
33 Gabriel de Oliveira Power Forward / Center 3. März 1998 2,02 m Phoenix Hagen Juniors
35 Matt Kavanaugh Center 9. März 1991 2,08 m University of Dayton
45 Moritz Krume Power Forward / Small Forward 18. Januar 1994 2,02 m Phoenix Hagen Phoenix Hagen Juniors
52 Yannick Opitz Point Guard / Shooting Guard 27. Februar 1990 1,86 m Hertener Löwen

[3]

Zugänge zur Saison 2014/2015 Jonas Grof (Lee Academy Maine), Marcel Keßen (Phoenix Hagen Juniors), Thomas Reuter (Eastern Washington University), Gabriel de Oliveira (Phoenix Hagen Juniors), Matt Kavanaugh (University of Dayton), Moritz Krume (Phoenix Hagen Juniors), Yannick Opitz (Hertener Löwen)

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Besonders stolz ist man bei den Kangaroos auf Matthias Grothe, der alle Nachwuchsmannschaften in Iserlohn durchlief und schon einmal für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft spielte. Der ehemalige Bundesligaspieler von Brandt Hagen und Phoenix Hagen ist seit Anfang der Saison 2010 Trainer der Kangoroos [4]

Weitere wichtige Spieler waren der US-amerikanische Center Cunnie Williams und der Litauer Gintaras Krapikas (Bronzemedaillengewinner der Olympischen Sommerspiele 1992 in Barcelona), die einen großen Beitrag für den Aufstieg des Vereins Anfang der 1990er Jahre leisteten.

Nachwuchs[Bearbeiten]

Die Nachwuchs-Teams waren schon früh das Herzstück des Vereins. In der Spielzeit 2014/15 gibt es neun Nachwuchsmannschaften, die teilweise auf überregionaler, teilweise aber auch nur auf Kreisebene spielen. Die U14A, U16A und U18 sind in der Regionalliga 2 vertreten. Die U12A spielt in der NRW-Liga ihrer Altersklasse. Weitere zwei Jugendmannschaften (U14B und U16B) starten in der Oberliga.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung (Artikel vom 5. November 2008):Basketball-Pioniere feierten Jubiläum
  2. http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/iserlohn-hemer-letmathe/das-abschlusstraining-wurde-zur-spontanen-meisterfeier-id9204230.html#plx1042789147
  3. Saisonvorschauheft 2014/15 der Iserlohn Kangaroos
  4. http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/iserlohn/Kangaroos-praesentieren-Matthias-Grothe-und-Drei-Jahres-Plan-id2785781.html