FC Bayern München (Basketball)
| FC Bayern München | |||
| Gegründet | 1946 | ||
| Halle | Audi Dome (6.700 Plätze) |
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| Homepage | www.fcb-basketball.de | ||
| Präsident | Uli Hoeneß | ||
| Sportdirektor | Marko Pešić | ||
| Trainer | Svetislav Pešić | ||
| Liga | BBL
2011/12: 5. Platz |
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| NBBL-Süd (U-19)
2012/13: 5. Platz |
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| Farben | Rot / Weiß | ||
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| Erfolge | |||
| Deutscher Meister: 1954, 1955 Deutscher Pokalsieger: 1968 |
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Die Basketballabteilung des FC Bayern München, einem renommierten Sportverein aus dem Münchner Stadtteil Giesing, wurde 1946 gegründet.
In den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens konnte die Herrenmannschaft mehrere Erfolge auf nationaler Ebene erzielen. Unter anderem gewann man 1954 und 1955 die deutsche Meisterschaft und 1968 den DBB-Pokal. Anschließend spielte das Herrenteam jedoch für lange Zeit nur noch in unterklassigen Ligen. Seit der Saison 2011/12 ist man wieder in der Basketball-Bundesliga (BBL) vertreten. Daneben führt die Basketballabteilung mehrere Nachwuchsmannschaften in den höchsten Spielklassen der jeweiligen Altersstufen, darunter das U-19-Team in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) und das U-16-Team in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL).
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Erste Erfolge (bis 1974) [Bearbeiten]
Die im Jahre 1946 gegründete Abteilung konnte insbesondere in den 1950er und 60er Jahren große Erfolge im Herren-Bereich feiern und lief dabei dem lokalen Konkurrenten und ersten Nachkriegsmeister MTSV Schwabing den Rang ab. Zu diesen Erfolgen zählen vor allem der Gewinn der Basketballmeisterschaft in den Jahren 1954 und 1955 und ein gutes Jahrzehnt später auch der Pokalsieg 1968. Danach dümpelte die Mannschaft vor sich hin und wurde sogar vom lokalen Konkurrenten USC München überrundet, der bis 1977 erstklassig und bis 1989 zweitklassig spielte. 1974 stiegen die Bayern-Basketballer schließlich aus der ersten Liga ab.
Zwischen erster und dritter Liga (1974 bis 2006) [Bearbeiten]
Bei Gründung der zweigleisigen 2. Basketball-Bundesliga 1975 war man zunächst noch nicht einmal für die Gruppe Süd qualifiziert. 1982 gelang jedoch der Aufstieg in die zweite Liga, dem sogar fünf Jahre später die Rückkehr auf die höchste nationale Ebene folgte. Hier war man aber mittelfristig finanziell und sportlich nicht konkurrenzfähig und in der zweiten Saison folgte 1989 der erneute Abstieg in die zweite Liga. 1993 musste man diese nach Abstieg in die Regionalliga erneut verlassen. In der Saison 1995/96 war man erneut für ein Jahr zweitklassig, gleiches wiederholte sich in der Saison 1999/2000 sowie in der Saison 2004/05.[1] Trotzdem gehört man mit elf Spielzeiten zu den beständigsten Vereinen der 2. Basketball-Bundesliga Gruppe Süd, die 2007 durch Gründung von Pro A und Pro B abgelöst wurde.[2] Nach dem Abstieg 2005 belegte die Mannschaft zwar in der Regionalliga Süd-Ost mit nur einer Niederlage den ersten Tabellenplatz, konnte aber aufgrund mangelnder Unterstützung aus dem Hauptverein einen erneuten Aufstieg nicht realisieren.
Rückkehr in die Bundesligen (seit 2006) [Bearbeiten]
Die männliche U-19 war bereits seit 2006 wieder auf nationaler Ebene in der neu geschaffenen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga vertreten und war in der darauffolgenden Saison für die Play-offs um den Meistertitel der Junioren qualifiziert. Die Herrenmannschaft konnte die Saison 2007/08 erneut auf dem ersten Tabellenplatz in der Regionalliga abschließen, der nun nach Gründung der Pro B effektiv vierthöchsten Spielklasse. Aufgrund einer Übertragung der Lizenz der Düsseldorf Magics startete der Verein in der Saison 2008/09 in der zweitklassigen Pro A und übersprang die Pro B.[3] Nach einer vereinsinternen Abstimmung sprachen sich in der Saison 2009/10 von 23.000 teilnehmenden Mitgliedern über 75% dafür aus, dass der Gesamtverein Unterstützung leisten sollte, um die Basketballer zurück in die erste Liga zu bringen. Zur Erreichung dieser Ziele verpflichtete man zur Saison 2010/11 Dirk Bauermann, der zusätzlich zu seinem Amt als Bundestrainer neuer Trainer des Profi-Teams wurde.[4] Mit einer rundum erneuerten Mannschaft, die unter anderem mit den Nationalspielern Steffen Hamann und Demond Greene verstärkt wurde, erreichte man bereits im März 2011 − sieben Spieltage vor Saisonende − den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga.[5] Aufgrund einer vom europäischen Kontinentalverband ULEB erhaltenen Wildcard durfte das Profi-Team des FC Bayern München in der Spielzeit 2011/12 zudem im ULEB Eurocup antreten.[6]
Seine erste BBL-Saison seit 1989 beendete der FC Bayern auf dem fünften Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigte, wo die Mannschaft jedoch bereits im Viertelfinale an den Artland Dragons scheiterte. Am 27. September 2012 trennte sich der Verein von Trainer Bauermann. Neuer Trainer wurde zunächst der bisherige Assistent Yannis Christopoulos,[7] ehe am 27. November Svetislav Pešić das Amt übernahm.[8] Unter Pešić zog die Mannschaft ins BBL Top Four 2013 ein, musste sich jedoch in der Halbfinalpartie dem späteren Pokalsieger Alba Berlin geschlagen geben. Die reguläre BBL-Saison 2012/13 schlossen die Bayern-Korbjäger auf dem vierten Rang ab, wodurch es im Playoff-Viertelfinale zu einem erneuten Aufeinandertreffen mit Alba Berlin kam. Dieses Mal konnte sich das Pešić-Team mit einem 3:0-Sweep gegen den Hauptstadtclub durchsetzen und zog ins Halbfinale gegen den Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg ein.
Olympische Sommerspiele 1972 in München [Bearbeiten]
FC Bayern-Center Hans Jörg 'Gigs' Krüger (2,05 m) gehörte 1972 zur Olympiamannschaft des bundesdeutschen Nationalen Olympischens Komitees für Deutschland (NOK). Im Nationalteam des Deutschen Basketball Bundes (DBB) konnte Krüger 1972 in München beim olympischen Basketballturnier in acht von neun Spielen eingesetzt werden und erzielte damals in der Rudi-Sedlmayer-Halle (seit Mai 2011 Audi Dome) insgesamt vierundvierzig Punkte. Nationalspieler Krüger wurde bereits im Oktober 1968 vom Bundestrainerrat des DBB, unter der Leitung des DBB-Vize-Präsidenten Anton Kartak, für den 'Olympiakader 1972' nominiert. Der Spieler des FC Bayern München, Klaus Schulz, ehemaliger Abteilungsleiter der Basketballabteilung des FC Bayern München, in den 1950er und 1960er Jahre Nationalspieler des DBB und 1968 Mitglied der FC Bayern-Basketball-Bundesligamannschaft, die das Finale um den DBB-Pokal gewinnen konnte, war im Auftrag des ausrichtenden NOKs bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München als Stellvertreter von Walther Tröger, damals 'Bürgermeister' des olympischen Dorfes, tätig.[9][10][11]
Erfolge [Bearbeiten]
- Deutscher Basketballmeister (DBB): 1954 und 1955
- Gründungsmitglied der zweigliedrigen Basketball-Bundesliga: 1966
- DBB-Pokalsieger: 1968
- Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga - Süd: 2005
- Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga - Pro A: 2008
- Aufstieg in die Basketball-Bundesliga (BBL): 1987 und 2011 [12]
Kader 2012/13 [Bearbeiten]
| Kader des FC Bayern Münchens in der Saison 2012/2013 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Stand: 18. Januar 2013 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Wechsel 2012/13 [Bearbeiten]
Zugänge: Alassane Dioubaté (eigener Nachwuchs), Yotam Halperin (BK Spartak St. Petersburg, RUS), Mauricio Marin (Alba Berlin), Tyrese Rice (Lietuvos Rytas, LTU), Lawrence Roberts (Lietuvos Rytas, LTU), Brandon Thomas (Artland Dragons), Malo Valérien (Erdgas Ehingen/Urspringschule), Julius Wolf (Erdgas Ehingen/Urspringschule), Paul Zipser (USC Heidelberg, 01/13)
Abgänge: Bastian Doreth (TBB Trier, ausgeliehen), Je'Kel Foster (Spirou BC Charleroi, 08/12), Darius Hall (Karriere beendet), Philipp Schwethelm (Ratiopharm Ulm, ausgeliehen), Jonathan Wallace (Belfius Mons-Hainaut, BEL)
Kadertiefe [Bearbeiten]
| Pos. | Starter | Bank | Ersatz | Nachwuchs |
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| PG | Tyrese Rice | Steffen Hamann | ||
| SG | Yotam Halperin | Demond Greene | Mauricio Marin / Paul Zipser |
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| SF | Robin Benzing | Brandon Thomas | Alassane Dioubaté / Malo Valérien |
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| PF | Chevon Troutman | Jan Jagla | Aleksandar Nađfeji | Julius Wolf |
| C | Jared Homan | Lawrence Roberts | Bogdan Radosavljević |
Spielstätten [Bearbeiten]
Olympia-Eisstadion [Bearbeiten]
Die Basketballabteilung des FC Bayern München trug ihre Heimspiele bis 2010 nahe dem Vereinsgelände aus, in der Städtischen Sporthalle an der Säbener Straße. Nach dem Aufstieg der Herrenmannschaft in die Pro A-Liga entsprach deren Fassungsvermögen jedoch nicht mehr den Lizenzierungvorgaben der AG 2. Basketball-Bundesliga der Herren e.V. und es musste eine neue Heimstätte gesucht werden. In den Verhandlungen mit der Stadt München strebte der Verein zunächst einen Umzug in die Rudi-Sedlmayer-Halle, die Austragungsstätte der Basketball-Wettkämpfe bei den Olympischen Sommerspielen 1972, an. Diese Pläne ließen aufgrund der dafür notwendigen Renovierungs- bzw. Umbaumaßnahmen jedoch vorerst nicht realisieren. Stattdessen bezog man kurzerhand das Olympia-Eisstadion, in dem seit 2002 das Eishockeyteam des EHC München beheimatet ist. Wegen der Doppelbelegung musste die Sportstätte an den einzelnen Spieltagen jeweils zu einer Basketballhalle mit einem Fassungsvermögen von rund 4.000 Plätzen umgerüstet werden.[13] Die Kosten hierfür trug zu großen Teilen der Verein. Für die Austragung des Spitzenspiels der Saison 2010/11 gegen die s.Oliver Baskets Würzburg im Februar 2011 vereinbarte man eigens mit der Münchner Olympiapark GmbH die Nutzung der rund 12.500 Zuschauer fassenden Olympiahalle.[14]
Audi Dome [Bearbeiten]
Im Zuge des erneuten Aufstiegs 2011 rückte die Spielstättenproblematik wieder auf die Tagesordnung, da man in der Bundesliga mit erhöhten Zuschauerzahlen rechnete. Die zunächst vom Verein favorisierte dauerhafte Nutzung der Olympiahalle konnte aufgrund ihrer regelmäßigen Belegung mit anderen Veranstaltungen an den Spielwochenenden nicht realisiert werden. Daher verhandelte man mit der Stadt München abermals über einen Umzug in die Rudi-Sedlmayer-Halle. Gegenstand der neuerlichen Gespräche war zudem eine mögliche Sanierung im Wert von mindestens 1,5 Mio. Euro sowie eine Übertragung der Namensrechte an den Gesamtverein zu deren Refinanzierung.[15] Nach dem positiven Ausgang der Verhandlungen unterzeichnete der Verein im Mai 2011 einen entsprechenden Mietvertrag,[16] so dass die Rudi-Sedlmayer-Halle nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen im September 2011 den Bayern-Korbjägern als neue Heimstätte dient.[17] Nachdem der Autohersteller Audi im Juli 2011 die Namensrechte an der Halle erworben hatte, wurde sie in Audi Dome umbenannt.[18]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ diejungeliga.de: 2. Bundesliga Süd - Saison 2004/2005, Abschlusstabelle der 2. BBL Gruppe Süd, abgerufen am 21. Juli 2011
- ↑ diejungeliga.de: Auch die junge Liga hat eine Vergangenheit..., Ewige Tabelle der 2. BBL Gruppe Süd, abgerufen am 21. Juli 2011
- ↑ diejungeliga.de: 2. Bundesliga stellt Weichen für die Zukunft – Pro A und Pro B spielen deutsch, abgerufen am 7. Juni 2008.
- ↑ fcbayern.de: Bauermann übernimmt FCB-Korbjäger, 15. Juni 2010.
- ↑ sueddeutsche.de: Basketball: FC Bayern – Mission Aufstieg erfüllt, 13. März 2011.
- ↑ sueddeutsche.de: Basketballer des FC Bayern: Mit Wildcard im Eurocup, 6. Juli 2011.
- ↑ fcb-basketball.de: FC Bayern München trennt sich von Dirk Bauermann (abgerufen am 28. September 2012)
- ↑ fcb-basketball.de: Svetislav Pesic ist neuer Trainer beim FC Bayern (abgerufen am 27. November 2012)
- ↑ Bundesrepublik Deutschland bei den Olympischen Sommerspielen 1972 - Basketball Hans Jörg Krüger, FC Bayern München. Website Sport Reference – Olympic Sports. Abgerufen 12. Dezember 2011.
- ↑ Profile Klaus Schulz – FIBA Europameisterschaften 1957, 1961 und 1965. Website fiba.com. Abgerufen 12. Dezember 2011.
- ↑ Basketball war das Stiefkind, trotzdem war Bayern schon zweimal Meister – Interview mit Klaus Schulz. Website TZ-online, 7. Januar 2011, José Carlos Menzel Lopez. Abgerufen 12. Dezember 2011.
- ↑ SPORT1 GmbH (Hrsg.): Mission erfüllt: FC Bayern ist erstklassig. 12. März 2011, abgerufen am 22. April 2012.
- ↑ stadionwelt.de: Richtungsweisender Umzug der Basketballer vom FC Bayern, 17. Juni 2010.
- ↑ merkur-online.de: FC Bayern-Basketball – Mission Olympiahalle, 17. Dezember 2010.
- ↑ Benjamin Reister: FC Bayern sucht neue Heimspielstätte. SPONSORs Verlags GmbH, 16. März 2011, abgerufen am 20. April 2012.
- ↑ abendzeitung-muenchen.de: FC Bayern unterzeichnet Mietvertrag: Bayern-Basketballer in der Sedlmayer-Halle, 21. Mai 2011.
- ↑ stadionwelt-business.de: Sportstättenbauer übernimmt Umbau der Bayern-Halle, 6. Juni 2011.
- ↑ merkur-online.de: FC-Bayern-Basketballer spielen jetzt im Audi Dome, 21. Juli 2011.
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