Islamic Cultural Center of New York

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Islamic Cultural Center

Das Islamic Cultural Center of New York ist eine Moschee sowie ein islamisches Kulturzentrum im New Yorker Stadtbezirk Manhattan in den Vereinigten Staaten. Es befindet sich an der 1711 Third Avenue, zwischen der East 96th Street und der 97th Street. Das Islamic Cultural Center war die erste Moschee, die in New York City erbaut wurde.[1]

Errichtung[Bearbeiten]

Pläne für ein großes islamisches Kulturzentrum in New York entstanden ursprünglich schon in den 1960er Jahren. Nach Jahren der Verzögerung, innerhalb derer man in muslimischen Ländern Spenden für den Bau sammelte und ein ausgedehnter Prozess der Umsiedlung der bisherigen Mieter vonstattenging, begann schließlich im Oktober 1984 der Abriss des Gebäudes, das Platz für die Moschee machen sollte.[2] Die Errichtung der Moschee begann am 28. Mai 1987 - der Tag, der das Ende des Ramadan darstellt. Der Grundstein für das Minarett wurde am 26. September 1988 gelegt.[3]

Der Bau verzögerte sich während der irakischen Invasion in Kuwait und dem anschließenden Zweiten Golfkrieg.[4] Die Moschee wurde am 15. April 1991 eröffnet, wiederum anlässlich des Eid ul-Fitr.[5]

Letztendlich spendeten mehr als 46 muslimische Länder gemeinsam eine Summe von insgesamt 17 Millionen US-Dollar um die Baukosten zu decken.[6] Die Moschee wurde entworfen von dem Chicagoer Architekturbüro Skidmore, Owings and Merrill.

Kontroversen[Bearbeiten]

Zwei Imame des Islamic Cultural Center gaben umstrittene Äußerungen von sich; der Ägypter Sheik Muhammad Gemeaha sagte in einem Interview, dass "nur die Juden" imstande gewesen wären, die Anschläge vom 11. September durchzuführen, und "wenn das amerikanische Volk davon wissen würde, würden sie mit den Juden das gleiche wie Hitler machen".[7][8] Er behauptete des Weiteren, dass "wie Allah es dargelegt hat", die Juden an "der Ausbreitung von Korruption im Land Schuld hätten und verantwortlich für die Verbreitung von Häresie, Homosexualität, Alkoholismus und Drogen" sind.[9] Das Interview wurde im Oktober 2001 geführt, eine Woche nachdem Gemeaha plötzlich seine Stellung als Imam des Islamic Cultural Center aufgab und in seine Heimat Ägypten zurückkehrte.[10]

In weiteren kontroversen Äußerungen verurteilte zwar der Nachfolger von Gemeaha, Omar Saleem Abu-Namous, die Anschläge, sagte aber auch, dass es keine eindeutigen Beweise gäbe, dass Muslime dafür verantwortlich wären.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amid Rejoicing, Work Begins on Mosque
  2. GROUND BROKEN FOR ISLAMIC CENTER
  3. Mosque Rising Is a First in New York
  4. Persian Gulf Crisis Slows New York Mosque Project
  5. For New York Muslims a Soaring Dome Is Ready
  6. A New Mosque for Manhattan, for the 21st Century
  7. The Uncomfortable question of Anti-Semitism
  8. [1]
  9. Terror in America
  10. New York Cleric's Departure From Mosque Leaves Mystery
  11. New Head of Mosque Wants Proof

40.785278-73.948611Koordinaten: 40° 47′ 7″ N, 73° 56′ 55″ W