Jacques Forestier

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Jacques Forestier (* 27. Juli 1890 in Aix-les-Bains; † 15. März 1978 in Paris) war ein französischer Internist und Rheumatologe, sowie Olympia-Silbermedaillist im Rugby-Union.

Leben[Bearbeiten]

Forestier war ein Kriegsheld des Ersten Weltkrieges, er wurde im Rang eines Commandeur in die Ehrenlegion aufgenommen, sowie mit den Orden Croix de Guerre mit mehreren Bandauflagen und dem Order of Merit ausgezeichnet.[1] Er war ein erfolgreicher Sportler, der Frankreich bei internationalen Wettbewerben im Rugby, Schwimmen und Skifahren vertrat. Mit der französischen Rugby-Auswahl gewann er bei den Olympischen Spielen 1920 die Silbermedaille; neben dem Spiel gegen die USA beim olympischen Turnier absolvierte er noch ein weiteres Länderspiel gegen Wales beim Five-Nations-Turnier Five Nations 1920.[2]

Forestier studierte Medizin in Paris, wo er Schüler von Jean-Athanase Siccard war.

1928 wurde er als Nachfolger seines Vaters Direktor des Therapiezentrums in Aix-les-Bains.

Er ist der Entdecker der Myelografie mit öligem Kontrastmittel. In den 1930er Jahren behandelte er Rheumapatienten mit einer Goldverbindung. Seine Therapie basierte auf der weit verbreiteten, jedoch falschen Annahme, rheumatoide Arthritis sei eine atypische Form von Tuberkulose. Es war jedoch die erste wirksame Therapie und wurde erst Ende der 80er Jahre durch Behandlungen mit Corticoiden abgelöst.

Im Jahre 1953 beschrieb er erstmals die Senile Hyperostose (Morbus Forestier), heute besser bekannt unter dem Namen Diffuse Idiopathische Skeletthyperostose.

Publikationen[Bearbeiten]

  • Méthode radiographique d’exploration de la cavité épidurale par la lipiodol. Written with Jean Athanase Sicard (1872-1929). Revue neurologique, Paris, 1921, 28: 1264-1266. Positive contrast myelography with iodised oil (lipiodol). Lipide (iodised oil) first used in radiology.
  • L’exploration radiologique des cavités broncho-pulmonaires par les injections intra-trachéales d’huile iodée. With Jean Athanase Sicard. J méd Franç, 1924, 13: 3-9.
  • L'aurothérapie dans les rhumatismes chroniques. Bulletins et memoires de la Société medicale des hôpitaux de Paris, 1929, 323-327. Introduction of gold therapy.
  • Xanthélasma disséminé et symétrique, sans insuffisance hépatique. Bulletins et memoires de la Société medicale des hôpitaux de Paris, 1889, 3 sér., 6: 412-419.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. G. D. Kersley: Obituary - Dr. Jacques Forestier; In: Annals of the Rheumatic Diseases, 1978, Ausgabe 37, S. 388. PMC 1000253 (freier Volltext).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formatscrum-Datenbank: Eintrag zu Jacques Forestier. ESPN, abgerufen am 16. September 2009.