Order of Merit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Order of Merit (Begriffsklärung) aufgeführt.
Order of Merit der Chemikerin Dorothy Hodgkin

Der Order of Merit ist ein britischer Orden und wurde am 23. Juli 1902 durch König Edward VII. gestiftet, um Persönlichkeiten zu ehren, die herausragende Leistungen beim Militär, in Wissenschaft, Kunst, Literatur oder auf anderen Gebieten erbracht haben.

Die Entscheidung über die Ordensverleihung trifft ausschließlich der Monarch, eines Vorschlags des Premierministers bedarf es nicht. Der Orden, der nur eine Klasse hat, ist in eine zivile und eine militärische Abteilung unterteilt; die Zahl der Mitglieder ist für beide Abteilungen zusammen auf 24 zuzüglich des Königs bzw. der Königin beschränkt. Der bislang letzte Ordensträger der militärischen Abteilung war Earl Mountbatten of Burma († 1979). Der Orden kann ehrenhalber auch an ausländische Personen verliehen werden; sie werden zur Höchstzahl nicht mitgezählt. Ausländische Träger des Ordens waren u. a. Albert Schweitzer, Dwight D. Eisenhower, Mutter Teresa und Nelson Mandela. Der Orden konnte von Anfang an auch an Frauen verliehen werden, Florence Nightingale war 1907 die erste Ordensträgerin.

Mit der Verleihung des Order of Merit wird der Geehrte nicht zum Ritter geschlagen, darf sich also nicht Sir nennen. Er ist aber befugt, seinem Namen die Buchstaben 'OM' (sog. post-nominals) nachzustellen.

Das Ordenszeichen ist ein rotes, blau umrandetes Kreuz, überragt von einer goldenen Krone. In der Mitte befinden sich auf blauem Email, umgeben von einem Lorbeerkranz, die in goldenen Buchstaben geschriebenen Worte For Merit. Beim Abzeichen für die militärische Abteilung befinden sich zusätzlich gekreuzte Schwerter in der Mitte. Das Ordensband ist in blau und rot gehalten.

Aktuelle Ordensmitglieder[Bearbeiten]

  1. Prinz Philip, Duke of Edinburgh (1968)
  2. Owen Chadwick (1983), Theologe
  3. Sir Michael Atiyah (1992), Mathematiker
  4. Sir Aaron Klug (1995), Biochemiker, Nobelpreisträger
  5. Norman Foster, Baron Foster of Thames Bank (1997), Architekt
  6. Sir Roger Penrose (2000), Mathematiker
  7. Sir Tom Stoppard (2000), Autor
  8. Prinz Charles, Prince of Wales (2002)
  9. Robert May, Baron May of Oxford (2002), Zoologe, früher Präsident der Royal Society
  10. Jacob Rothschild, 4. Baron Rothschild (2002), Bankier
  11. Betty Boothroyd, Baroness Boothroyd (2005), früher Speaker des House of Commons
  12. Sir David Attenborough (2005), Naturforscher und Tierfilmer
  13. Sir Michael Howard (2005), Militärhistoriker
  14. Sir Tim Berners-Lee (2007), Informatiker, Erfinder des World Wide Web
  15. Martin Rees, Baron Rees of Ludlow (2007), Astronom und Präsident der Royal Society
  16. Robert Eames, Baron Eames of Armagh (2007), Alterzbischof von Armagh, Primas der Church of Ireland
  17. Jean Chrétien (2009),ehemaliger Premierminister von Kanada
  18. Neil MacGregor (2010), Direktor des British Museum
  19. David Hockney (2012), Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Fotograf
  20. John Howard (2012), früherer Premierminister von Australien
  21. Simon Rattle (2014), Dirigent
  22. Martin Litchfield West (2014), Philologe
  23. Magdi Yacoub (2014), Herzchirurg
  24. vakant

Verstorbene Ordensmitglieder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Ohm Hieronymussen: Handbuch Europäischer Orden in Farben. Universitas Verlag, Berlin 1966.

Weblinks[Bearbeiten]