Jan Carpentier

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Jan Carpentier (* 1954 in Potsdam)[1] ist ein deutscher Journalist und ehemaliger Fernsehmoderator.

Werdegang[Bearbeiten]

Carpentier studierte zunächst in Leipzig an der Sektion Journalistik. Anschließend war er in Halle als Korrespondent für die DDR-Nachrichtensendung Aktuelle Kamera tätig. Ab September 1989 ist er Reporter und Moderator bei der Jugendsendung Elf 99, bei der er besonders in der Wendezeit der DDR für die Reportagen von den Montagsdemonstrationen in Leipzig, aus der Politbüro-Siedlung in Wandlitz (die er mit seinem Team zweimal besuchte) und aus dem Quartier vom Wachregiment Feliks Dzierzynski des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Adlershof - gegenüber dem Gelände des DDR-Fernsehens gelegen - große Anerkennung erhielt.

Anschließend ging er nach Bonn, um dort als Korrespondent für den DFF zu arbeiten. Nach der Abwicklung des DFF wurde er vom ORB übernommen. Zur selben Zeit arbeitete er für die Frühausgabe der Tagesschau. Dann wechselte er 1993 zum privaten Fernsehsender VOX. Seine Arbeit beendete er dort, als VOX sein Programmschema vom „Ereignisfernsehen“ zum „Abspielkanal“ umwandelte. Als freier Journalist arbeitet er seit 1997, hauptsächlich für die ARD-Programme und besonders für den rbb.[2]

In dem ZDF-Fernsehfilm Deutschlandspiel (2000) wurde Carpentier von dem Schauspieler Tobias Langhoff gespielt. Innerhalb dieses Zweiteilers wird der Besuch des Elf-99-Teams in der Wandlitz-Siedlung nacherzählt.[2]

Reportagen[Bearbeiten]

Zu seinen bekanntesten Reportagen zählen:

  • Einzug ins Paradies, 23. November 1989 („Wandlitz-Reportage“)
  • Neues von Felix – Nachrichten aus der Grauzone, 6. Dezember 1989 („Stasi-Reportage“)
  • Sesam öffne dich
  • Anton und Antonia

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. eines tages: Schockreport im Bonzenviertel
  2. a b Artikel „Der Karriereknick“ bei berlinonline.de