Jan Holpert

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Jan Holpert
Jan Holpert

Jan Holpert (2010)

Spielerinformationen
Geburtstag 4. Mai 1968
Geburtsort Flensburg, Deutschland
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutscher deutsch
Körpergröße 1,91 m
Spielposition Torwart
Wurfhand rechts
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
0000000 DeutschlandDeutschland TSV Glücksburg 09
000–1986 DeutschlandDeutschland TSB Flensburg
1986–1993 DeutschlandDeutschland TSV Milbertshofen
1993–2007 DeutschlandDeutschland SG Flensburg-Handewitt
Nationalmannschaft
Debüt am 1. April 1990 in Turku
            gegen TurkeiTürkei Türkei
  Spiele (Tore)
DeutschlandDeutschland Deutschland 245[1]

Stand: 7. Oktober 2013

Jan Holpert (* 4. Mai 1968 in Flensburg) ist ein ehemaliger deutscher Handballtorwart. Mit 618 Bundesligaspielen absolvierte er die meisten Spiele der Bundesligageschichte, was ihm den Namen „Rekordmann“ einbrachte. Mit 476 parierten Siebenmetern hält er einen weiteren Bundesliga-Rekord.[2]

Karriere[Bearbeiten]

Jan Holpert beim Aufwärmen vor einem Spiel

Jan Holpert begann das Handballspielen beim TSV Glücksburg 09 und gelang über dem TSB Flensburg 1986 zum TSV Milbertshofen, bei dem er am 13. September 1986 sein erstes Bundesligaspiel bestritt.[3] Mit dem TSV Milbertshofen gewann er 1990 den DHB-Pokal gegen den THW Kiel und wurde zusätzlich deutscher Vizemeister. 1991 gewann er mit Milbertshofen den Europapokal der Pokalsieger gegen Bidasoa Irún. Im folgenden Jahr stand er mit dem TSV erneut im Finale des Europapokals der Pokalsieger, jedoch konnte der KC Veszprém das Finale gewinnen.

Seit dem Konkurs des TSV Milbertshofen[4] im Jahr 1993 spielte Jan Holpert bei der SG Flensburg-Handewitt. Dort war er gemeinsam mit Lars Christiansen und Johnny Jensen eine der Identifikationsfiguren der Flensburger Handballfans.

Seinen ersten großen Erfolg mit der SG Flensburg-Handewitt feierte der Siebenmeterkiller[5] 1997, als die SG gegen den dänischen Verein Virum-Sorgenfri HK den EHF-Pokal gewann. Mit dem City-Cup 1999 und den Europapokal der Pokalsieger 2001 folgten zwei weitere europäische Titel.

Nachdem Holpert mit Flensburg-Handewitt 2003 den DHB-Pokal errang, konnte er 2004 – neben einem erneuten Pokalerfolg – nach fünf Vizemeisterschaften mit der SG erstmals die deutsche Meisterschaft gewinnen. Zusätzlich stand der Doublegewinner im Finale der Champions League, jedoch hatte man gegen den RK Celje das Nachsehen.

Mit der Titelverteidigung des DHB-Pokals 2005 holte Holpert seinen letzten Titel. 2005 und 2006 wurde er wiederum Vizemeister. 2007 stand er nochmals im Finale der Champions League, unterlag dort jedoch im Lokalderby gegen den THW Kiel.

Im Dezember 2006 verkündete Holpert, seinen Vertrag nicht zu verlängern und seine Karriere nach der Saison zu beenden. Er bestritt am 3. Juni 2007 sein Abschiedsspiel in der Campushalle. Am 5. Juni 2007 hütete er nochmals das Tor des All-Star-Teams der Saison 2006/07. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde er gemeinsam mit Stefan Kretzschmar für sein „Lebenswerk“ geehrt.[6]

Am 11. Oktober 2007 gab Jan Holpert in der Champions League gegen MKS Zagłębie Lubin sein Comeback, da Dan Beutler verletzungsbedingt ausfiel.[7]

Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt er 245 Länderspiele. Sein größter Erfolg war der 3. Platz bei der Europameisterschaft 1998. Nachdem er seine Länderspielkarriere schon beendet hatte, wurde er nochmals vor der Weltmeisterschaft 2007 aufgrund Verletzungssorgen in den erweiterten Nationalkader aufgenommen, gehörte jedoch später nicht zum WM-Kader.[8]

Mit seiner Agentur für Kommunikation „Strandhütte“ unterstützt Holpert seit dem Saisonanfang 2006/07 die Marketingabteilung der SG Flensburg-Handewitt.[9] Weiterhin blieb er der SG nach seinem Karriereende als Torwarttrainer erhalten.[10]

Privat[Bearbeiten]

Holpert ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein älterer Bruder Fynn Holpert spielte ebenfalls als Handballtorwart in der Bundesliga und war zwischen 2007 und 2009 bei der SG-Flensburg-Handewitt als Manager tätig.

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jan Holpert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spielerporträt Jan Holpert Saison 2006/07 auf sg-flensburg-handewitt.de, abgerufen am 3. Februar 2013
  2. Handball im Norden, Herausgeber: Flensborg Avis AG, Ausgabe: 30. August 2007
  3. Bericht der Handewitter Rundschau (pdf)
  4. NDR1: Vom "Ewigen Zweiten" zum Double-Gewinner (Version vom 9. März 2008 im Internet Archive)
  5. Hamburger Abendblatt
  6. All-Star-Game: Jan Holpert für sein „Lebenswerk“ geehrt
  7. Champions League: Jan Holpert und Blazenko Lackovic vor Comeback
  8. WM-Aufgebot des DHB (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  9. Netzeitung: Tormann Holpert beendet aktive Laufbahn
  10. Ein Tor für die Ewigkeit, abgerufen am 7. Oktober 2013