Jan van Huysum

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Jan van Huysum (1682–1749), Porträt von Arnold Boonen um 1720, Öl auf Leinwand 99.2 x 84 cm

Jan van Huysum (* 15. April 1682 in Amsterdam; † 8. Februar 1749 ebenda) war ein niederländischer Maler, dessen Werke im 18. Jahrhundert sehr gefragt waren.

Leben[Bearbeiten]

Huysum widmete sich unter der Leitung seines Vaters Justus van Huysum (1659–1716) der Landschaftsmalerei und fing erst im reiferen Alter an, Blumen- und Fruchtstücke zu malen, und zwar abweichend von der bisherigen Manier auf hellem Grund.

Seine Blumenstücke zeichnen sich durch außerordentliche Feinheit und Schmelz der Pinselführung aus und übertrafen in dieser Beziehung alles bisher Geleistete, weshalb er der „Phönix der Blumen- und Fruchtmaler“ genannt wurde.

Er malte gewöhnlich mit Insekten und Schmetterlingen belebte Sträuße von Tulpen, Hyazinthen, Rosen, Nelken, Mohn, Primeln und anderen Gartenblumen in Vasen auf Marmortischen und dazu Trauben, Pfirsiche, Vogelnester mit Eiern und Ähnliches.

Blumen und Früchte

Flüchtiger sind seine späteren Arbeiten, wie auch seine Fruchtstücke weniger wertvoll sind. Er starb am 8. Februar 1749 in Amsterdam und hinterließ seine Frau und 20.000 Gulden. Meisterstücke von Huysum bewahren die Galerien von München, Berlin, Wien, Dresden und Petersburg.

Sein älterer Bruder Jacob van Huysum (1680–1740 in London) war ein gewandter Kopist der Werke Huysums sowie C. Lorrains, G. Poussins und anderer. Ein jüngerer Bruder namens Justus van Huysum (1685–1707) lieferte gute Schlachtenbilder, starb aber schon mit 21 Jahren.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Blumen, 1706, Leinwand, 89×72 cm. Hamburg, Kunsthalle.
  • Blumen in einer Terrakottavase, 1736–1737, Leinwand, 134×92 cm. London, National Gallery.
  • Blumen in einer Vase, 1726, Holz, 79×59 cm. London, Wallace Collection.
  • Blumen und Früchte auf einer Marmortafel, 1727–1728, Holz, 80×60 cm. Schwerin, Staatliches Museum.
  • Früchte, Kupfer, 51×43 cm. Amsterdam, Rijksmuseum.

Weblinks[Bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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