Javier Cercas

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Javier Cercas auf der Buchmesse in Madrid, 2009

Javier Cercas (* 1962 in Ibahernando, Provinz Cáceres/Extremadura) ist ein spanischer Schriftsteller und Journalist.

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Biografie [Bearbeiten]

Javier Cercas kam als Sohn eines Tierarztes zur Welt. Seine Familie zog 1966 aus der Extremadura ins katalanische Girona um. Als er als 14-Jähriger die Werke von Jorge Luis Borges entdeckte, fühlte er sich zum Schriftsteller berufen. 1985 legte er an der Universität von Barcelona sein Examen in spanischer Philologie ab und promovierte dort. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre arbeitete er zwei Jahre als Lektor an der Universität von Illinois in Urbana, wo er seinen ersten Roman schrieb. Javier Cercas lehrt seit 1989 als Professor für spanische Literatur an der Universität Girona, ist verheiratet und hat einen Sohn.

Mit seinem dritten Roman Soldados de Salamina, der 2002 als Soldaten von Salamis in deutscher Übersetzung erschien, wurde er einem großen Publikum bekannt, nachdem Mario Vargas Llosa, John Maxwell Coetzee und Susan Sontag in lobenden Kritiken auf ihn aufmerksam gemacht hatten. Zudem ist er ständiger Mitarbeiter der katalanischen Ausgabe und der Sonntagsbeilage von El País.

Auszeichnungen [Bearbeiten]

Folgende Preise wurden Javier Cercas bisher von der Kritik zuerkannt: Premio Salambó (2001), Grinzane Cavour de narrativa (2003), Preis der chilenischen Kritik, Preis der Stadt Barcelona, Preis von Cartagena, der zweite Preis des Buchhandels (alle 2001), der Independent Foreign Fiction Prize (2004) und La Medalla de Extremadura (2005), sowie Premio Nacional de Narrativa für Anatomia de un Instante (2010).

Sein Werk wurde bisher in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Cercas selbst übertrug neben H. G. Wells auch zeitgenössische katalanische Autoren ins Spanische.

2009 gelangte er mit der Darstellung des gescheiterten Putsches vom 23. Februar 1981 in seinem Roman-Essay Anatomía de un instante (dt. Anatomie eines Augenblicks, 2011) auf Platz 1 der Bücher des Jahres-Liste von El País.[1]

Werke [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Kritik von Alberto Manguel

Weblinks [Bearbeiten]