Jean-Galbert de Campistron

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Jean-Galbert de Campistron (Maler unbekannt)

Jean-Galbert de Campistron (* 1656 in Toulouse; † 11. Mai 1723 ebenda) war ein französischer Dramatiker und Schüler Jean Racines.

Leben[Bearbeiten]

Mit 17 Jahren wurde er in einem Duell verwundet und von der Familie zur Ausbildung nach Paris geschickt. Erst kurz vor seinem Tod kehrte er in die Heimatstadt zurück.

Seine Tragödie Arminius widmete er der Duchesse de Bouillon (1649-1714), deren Günstling er in frühen Jahren gewesen sein soll. Als eines seiner ersten Werke lieferte er 1686 das Libretto zu der Oper Acis et Galatée, was auch sein bedeutendstes bleiben sollte. Aber auch seine Tragödien fanden durchaus Beifall, beispielsweise Tiridate, Alcibiade und Andronic, die unter altem Namen dramatisiert Geschichte von Don Carlos, dem Sohn Philipps II. Auch schrieb einige wenige Komödien, unter anderem Le jaloux des abuse.

Mit Wirkung vom 28. Februar 1701 wurde Campistron als Nachfolger des verstorbenen Lyrikers Jean Regnault de Segrais in die Académie française (Fauteuil 6) aufgenommen.

Zitat[Bearbeiten]

Das zeitgenössische Meyers Konversationslexikon urteilte:

„Jean-Galbert de Campistron war ein treuer Schüler Racines, den er in seinen Dramen möglichst genau nachzuahmen suchte. Es fehlte ihm aber an Energie und Tiefe, wenn auch nicht an Anmut; statt der Liebe ist die Galanterie bei ihm Hauptmotiv.“

– Meyers Konversationslexikon

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Ballett
Komödien
  • L'amant amant.
  • Le Jaloux désabusé.
Tragödien
  • Alcibiade.
  • Phocion.
  • Virginie.
Werkausgabe
  • Œuvres choisies. Paris 1810 (3 Bde., Nachdr. d. Ausg. Paris 1750).

Weblinks[Bearbeiten]