Acis et Galatée

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Acis et Galatée ist eine Pastoraloper (Pastorale heroïque) in drei Akten und in einem Prolog von Jean-Baptiste Lully.

Entstehung[Bearbeiten]

Lully schuf diese Oper für eine Aufführung im Schloss Anet. Das Libretto lieferte auf Jean Racines Vermittlung Jean-Galbert de Campistron, da Lully sich mit Philippe Quinault entzweit hatte, der zuvor die meisten seiner Texte geschrieben hatte.

Grundlage für den Stoff bilden die mythologischen Figuren Akis und Galateia, die in Ovids Metamorphosen auftauchen. Galbert reicherte den Stoff um zahlreiche zusätzliche Personen an, darunter das Paar Telemus und Skylla.

Bei der Uraufführung am 6. September 1686 war der Dauphin anwesend, was im Prolog des Werks seinen Niederschlag findet. Die Oper wurde in Anet fünfmal wiederholt und kam schließlich am 17. September in Paris zur Aufführung. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts gab es noch mehrere Wiederaufnahmen.

Nachdem das Werk in Vergessenheit geraten war, wurde es 1930 von Pierre Monteux in Amsterdam wiederbelebt. Die erste Einspielung auf Tonträger von Marc Minkowski stammt aus dem Jahr 1998.

Acis et Galatée war Lullys letzte vollendete Oper. Er begann noch die Komposition einer weiteren Tragédie lyrique, starb aber darüber im März 1687.

Personen[Bearbeiten]

  • Acis
  • Galatée
  • Télème
  • Scylla
  • Polyphème
  • Tircis
  • Aminte
  • Comus
  • Prêtre du Junon (Priester der Juno)
  • Une Dryade
  • Un Sylvain
  • Première Naïade
  • Deuxième Naïade
  • L’Abondance (Der Überfluss)
  • Diane
  • Appolon
  • Neptune