Jean de La Balue

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Jean de La Balue (* 1421 im Poitou; † 5. Oktober 1491 in Rom) war Kardinal und Minister unter Ludwig XI..

Karriere [Bearbeiten]

Jean de La Balue trat bereits früh in den geistlichen Stand ein und erlangte bald die Gunst von König Karl VII.. Dieser erhob ihn trotz unwürdigen Lebenswandels zum Bischof von Évreux und Angers und zum Almosenier erhob. Der Nachfolger von König Karl VII., Ludwig XI., übertrug La Balue auch die Geschäfte eines Finanzministers.

Jean de La Balou beseitigte 1451 die Pragmatische Sanktion von Bourges, wofür ihn Papst Nikolaus V. zum Kardinal ernannte. Weil er aber mit den Feinden Ludwigs XI., den Herzögen von Berry und Burgund, in geheimem Briefwechsel stand und diesen die Pläne des Königs verriet, ließ ihn dieser 1469 verhaften und im Schloss Onzain bei Blois gefangen halten, aber nicht, wie früher behauptet, in einem eisernen Käfig[1].

Als La Balou 1480 endlich freigelassen wurde, reiste er sofort nach Rom zu Papst Sixtus IV.. Dieser überhäufte ihn mit Ehren und ernannte ihn zum Bischof von Albano. 1484 wurde er sogar als Legatus a latere nach Frankreich geschickt, wo er aber einen schlechten Empfang fand.

Vorgänger Amt Nachfolger
Jean de Beauveau
Auger de Brie
Bischof von Angers
14671476
14801491
Auger de Brie
Jean de Rély
Oliviero Carafa Kardinalbischof von Albano
14831491
Giovanni Micheligia
Meyers Konversationslexikons logo.svg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Walther Kabel: Ein Minister, der sein eigenes Todesurteil unterzeichnete, 1910, veröffentlicht in "Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens", Jahrgang 1910, Neunter Band, Seite 223–224.