Johann Gottlieb Goldberg

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Johann Gottlieb Goldberg, auch Johann Theophilus Goldberg (getauft 14. März 1727 in Danzig; † 15. April 1756 in Dresden) war ein deutscher Cembalist und Organist des Barock. Nach ihm tragen die Goldberg-Variationen ihren Namen.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Über seine frühen Lebensjahre ist wenig bekannt. Er wurde von Hermann Carl von Keyserlingk, der der russische Botschafter in Sachsen war, als etwa 10-Jähriger entdeckt und zu Johann Sebastian Bach gebracht, der ihn bis 1746 als Schüler annahm. Bach bildete ihn zusammen mit seinem Sohn Wilhelm Friedemann Bach aus und erachtete ihn als seinen fähigsten Schüler, - wohl zu Recht, da zu seiner Präzision und Ausdruckskraft ein hohes improvisatorisches Vermögen kam und Goldberg auch schwierigste Partituren vom Blatt spielen konnte.

Nach Angaben von Johann Nikolaus Forkel wurden Bachs berühmte dreißig Goldberg-Variationen 1741 für Goldberg auf Bitte von Keyserlingk geschrieben, damit er dadurch in seinen schlaflosen Nächten ein wenig aufgeheitert werden könnte: Goldberg musste sie gewöhnlich nachts in einem Vorzimmer spielen. Von Einschlafen ist dabei nicht die Rede, wie vielfach kolportiert wurde. Der Wahrheitsgehalt dieser Anekdote wird allerdings immer wieder angezweifelt.

1751 wurde Goldberg „Kammermusikus“ in der Privatkapelle des Grafen Brühl. Er starb 1756 im Alter von nur 29 Jahren in Dresden an Tuberkulose.

Werke[Bearbeiten]

Seine Kompositionen hingegen sind weniger bekannt. Sie zeichnen sich durch eine gewisse Melancholie und stark individuelle Züge aus. Überliefert sind:

Verlorengegangen sind:

  • einige Choralpräludien

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]