Johann II. (Oldenburg)

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Graf Johann II. von Oldenburg (urkundlich bezeugt 1272 in Oldenburg; † 1315 in Oldenburg) war Graf von Oldenburg. Seine Eltern waren Christian III. von Oldenburg und Jutta von Bentheim.

Leben[Bearbeiten]

Johann II. stand nach dem Tod seines Vaters bis 1289 unter der Vormundschaft seines in Delmenhorst residierenden Onkels Otto II. von Oldenburg-Delmenhorst. Ab 1301 urkundete und siegelte er gemeinsam mit seinem Bruder Christian, der in der Rasteder Chronik aber nicht erwähnt wird. Unter Johann II. hatte das Kloster Rastede unter seinen Übergriffen zu leiden, entsprechend negativ ist das Bild dieses Grafen in der dortigen Überlieferung: er habe das Land in große Armut gebracht, lebe, obwohl verheiratet, mit einer Konkubine und führe sich wie ein Bauer auf.

Johann II. war in erster Ehe mit Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg verheiratet, die Söhne Christian IV. und Johann III. folgten ihrem Vater nach dessen Tod als gemeinsam regierende Grafen. In zweiter Ehe war Johann II. mit Hedwig von Diepholz vermählt, aus dieser Ehe stammte Konrad I., der ab 1324 zusammen mit seinen älteren Halbbrüdern die gräfliche Regentschaft übernahm.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Friedl, Wolfgang Günther, Hilke Günther-Arndt, Heinrich Schmidt (Hrsg.): Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg. Oldenburg 1992, ISBN 3-89442-135-5
  • Hermann Lübbing: Die Rasteder Chronik 1059–1477. Oldenburg 1976, ISBN 3-87358-087-X