Johannes Theodor Baargeld

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Johannes Theodor Baargeld: Typische Vertikalklitterung als Darstellung des Dada Baargeld, 1920, Kunsthaus Zürich, Graphische Sammlung.
Das menschliche Auge und ein Fisch, letzterer versteinert, 1920

Johannes Theodor Baargeld oder auch Zentrodada, bürgerlich Alfred Ferdinand Gruenwald, (* 9. Oktober 1892 in Stettin; † 18. August 1927 am Mont Blanc) war ein deutscher Maler, Grafiker, Autor und Publizist des Dadaismus.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Baargeld wuchs in Köln auf. Nach dem Abitur studierte er in den Jahren 1912/13 Rechtswissenschaft an der Universität Oxford und setzte das Studium in Bonn fort. Im Ersten Weltkrieg diente er von 1914 bis 1917 als Reserveleutnant. 1917 begann er, lyrische und politische Texte für Franz Pfemferts Zeitschrift Die Aktion zu schreiben und schloss sich im folgenden Jahr der USPD an. Baargeld war neben Max Ernst im Jahr 1919 Mitbegründer der Kölner Dada-Gruppe. Er gab die Dada-Zeitschrift Der Ventilator heraus und ein Jahr später gemeinsam mit Max Ernst die schammade (dilettanten erhebt euch!).[1]

1920 war er Teilnehmer an der Ersten Internationalen Dada-Messe in Berlin, zog sich wenig später aber vollkommen aus der Dada-Bewegung zurück, um ein Studium der Volkswirtschaftslehre aufzunehmen. Am 18. August 1927 wurde ihm sein leidenschaftliches Hobby, das Bergsteigen, zum tödlichen Verhängnis. Er verunglückte im 35. Lebensjahr am Mont Blanc.

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Vitt (Hrsg.): Auf der Suche nach der Biographie des Kölner Dadaisten Johannes Theodor Baargeld. Keller, Starnberg 1977, ISBN 3-7808-0114-0.
  • Walter Vitt (Hrsg.): Bagage de Baargeld. Neues über den Zentrodada aus Köln, Keller, Starnberg 1985, ISBN 3-7808-0136-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johannes Theodor Baargeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zitiert nach Weblink dada-companion.com