Johannes von Dorsten

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Johannes von Dorsten (* um 1420 in Dorsten; † 3. Januar 1481 in Erfurt; eigentlich Johannes Bauer, auch Johannes de Dorsten) war ein deutscher Theologe und Augustinermönch.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Johannes von Dorsten immatrikulierte sich im Sommer 1437 an der Universität Köln. Im Sommersemester 1454 ist er dann an der Universität Erfurt, wo er im Herbst 1455 Baccalaureus Artium und an Epiphanias 1458 Magister Artium wurde. Am 2. Mai 1459 trat er in den Augustinerkonvent ein, wurde 1461 zum Priester geweiht und schloss anschließend sein Theologiestudium mit der Promotion zum Dr. theol. am 14. Oktober 1465 ab. Später war er Universitätsprofessor der Augustinereremiten an der Universität Erfurt in der Nachfolge von Heinrich Ludowicis. 1464 wurde er zum Provinzial des Ordens der Augustiner-Eremiten in Thüringen und Sachsen ernannt. Als dieser nahm er als Abgeordneter im Juni 1470 am Generalkapitel zu Bologna teil. Im selben Jahr wurde er von Heinrich Modege als Provinzial abgelöst und konnte wieder seinen Aufgaben als Professor nachgehen. 1480 trat er nochmal als Visitator der Augustinerklöster in Süddeutschland.

Er war u. a. theologischer Lehrer von Johannes von Paltz (1455–1511), der von R. Weijenborg als Novizenmeister von Martin Luther angesehen wird.

Werk[Bearbeiten]

Auswahl theologischer Schriften
  • Tractatus sive Collatio synodalis de statutis ecclesiarum zu Erfurt (1489), (Gutachten in der Angelegenheit des Johann von Lutrea)
  • Determinatio de cruore miraculoso J. Ch. asservato in monasterio Gotterensi zu Leipzig (posthum 1510)
Auswahl geschichtswissenschaftlicher Schriften
  • Chronica imperatorum Romanorum ab initio aerea Christianae ad annum Christi MCCCCLXXVII (1477)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]