John Dollond

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John Dollond (* 10. Juni 1706 in Spitalfields/London; † 30. November 1761 in London) war ein britischer Optiker und Teleskopbauer von französischer Herkunft.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

John Dollond
John Dollond

Er stammte aus einer hugenottischen Auswandererfamilie und war zunächst wie alle in seiner Familie als Seidenweber tätig, befasste sich aber nebenher mit Astronomie und Optik. Später gründete er eine Werkstatt zur Herstellung optischer und astronomischer Geräte. Seit 1752 arbeitete er mit seinem Sohn Peter (1730-1820) in London an der Verbesserung von dioptrischen Fernrohren, um ihre chromatische Aberration - die störenden Farbränder - zu verringern.

Nach mehrfachen Versuchen in den Jahren 1757 und 1758, zu denen ihn die Untersuchungen von Klingenstierna angeregt hatten, entdeckte er die ungleiche Refraktion der farbigen Lichtstrahlen in Glasprismen verschiedener Brechkraft. Daraus folgerte er die Möglichkeit, achromatische Linsen zu fertigen, die farbreine Bilder zeigen sollten. Teilweise beruhte dies auch auf Entdeckungen des Mathematikers Chester Moor Halls und er wurde 1758 von der Royal Society mit der Copley Medal ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde ihm ein Patent auf 14 Jahre zur Herstellung dieser Achromat-Objektive zugesprochen.

Zwar war Dollond nicht der Erfinder dieser bahnbrechenden Neuerung im Fernrohrbau, doch war er als erster und über Jahre einziger, der diese Objektive wirtschaftlich herstellen konnte. Noch 20 Jahre später schätzte sich z.B. der aufstrebende Astronom Johann Hieronymus Schröter glücklich, ein solches Linsenfernrohr erwerben zu können.
Die hohe Qualität von Dollonds Flintglas-Linsen geht auf den Ankauf einer äußerst gut gelungenen Schmelze aus Nordengland zurück. Neben seinem größten Objektiv von 5 Zoll (12,7cm) entstanden zu Dollonds Lebzeiten noch etwa ein Dutzend mit einer Öffnung von 4 Zoll (etwa 10cm).

John Dollond starb am 30. November 1761 in London. Sein ältester Sohn, Peter Dollond, teilte die wissenschaftlichen Interessen seines Vaters und gründete später ein optisches Institut.

[Bearbeiten] Literatur

  • Rolf Riekher: Fernrohre und ihre Meister. Berlin 1957
Commons
 Commons: John Dollond – Bilder, Videos und Audiodateien
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