Joseph Brant

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Thayendanegea, genannt Joseph Brant. Schabtechnik.

Joseph Brant (manchmal auch Brandt oder Brand; gebürtig Thayendanegea; * 1742; † 24. August 1807 im Indianerreservat am Grand River, Ontario, heute Kanada) war ein Anführer der Mohawk-Indianer während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges.

Brant wurde 1742 als Sohn eines Mohawkhäuptlings an den Ufern des Ohio geboren und erhielt den Namen Thayendanegea (zu deutsch etwa: „Schließt zwei Wetten ab“, „Wettet auf zwei Seiten“). Als Jugendlicher wurde er Dolmetscher für den anglikanischen Missionar John Stuart, mit dem er das Evangelium nach Markus in die Sprache der Mohawk übersetzte. Seine Schwester Molly heiratete General William Johnson, den britischen Superintendanten für indianische Angelegenheiten, mit dem Brant in den Franzosen- und Indianerkriegen gekämpft hatte.

Während des Kampfes um die Amerikanische Unabhängigkeit führte er die verbliebenen vier der Sechs Nationen, die die Briten unterstützt hatten und wurde Hauptmann in der British Army. Er wurde 1779 von General John Sullivan geschlagen. Nach dem Krieg war er nicht in der Lage, Landgarantien für die Indianer von der neu geschaffenen amerikanischen Regierung zu erhalten. Stattdessen gaben ihm die Briten Land für ein Mohawk-Reservat am Grand River in Ontario (siehe Sechs Nationen der Grand River). Er arbeitete als Missionar bei den anderen Indianern, baute die erste anglikanische Kirche in Ontario und übersetzte den anglikanischen Katechismus sowie das Evangelium des Markus in die Sprache der Mohawk. Er starb im Reservat.

Die Stadt Brantford steht teilweise auf seinem Land und ist nach ihm benannt und die Stadt Burlington (Ontario) wurde ihm urkundlich übertragen.

Freimaurer[Bearbeiten]

Joseph Brant wurde in der Cliftonian Lodge in London im April 1776 zum Freimaurer aufgenommen. Er empfing seinen Freimaurer-Schurz aus der Hand von König Georg III.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Oeser: Der 200. Todestag von Joseph Brant; Artikel in: Amerindian Research, Heft 6, 2007
  • Rudolf Oeser: 500 Indianerbiografien Nordamerikas; BoD, 2005
  • Colin G. Calloway: The American Revolution in Indian Country; Cambridge University Press, 1995
  • Frederick Dockstader: Great North American Indians; New York, 1977
  • R. David Edmunds: American Indian Leaders; University of Nebraska Press, 1980
  • Frederick W. Hodge: Handbook of American Indians; Washington D.C., 1907-1910
  • Frederick E. Hoxie: Encyclopedia of North American Indians; New York, 1996
  • J. Norman Heard: Handbook of the American Frontier, vol. II; New York u.a., 1990

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joseph Brant – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien