Julie Braun-Vogelstein

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Julie Braun-Vogelstein (* 26. Januar 1883 in Stettin; † 6. Februar 1971 in New York) war eine deutsche Kunsthistorikerin, Journalistin und Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten]

Julie Vogelstein, Tochter des Rabbiners Heinemann Vogelstein, studierte Archäologie, Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Berlin (als eine der ersten Frauen in Preußen), München, Paris, London und Wien und wurde zum Dr. phil. promoviert. Sie war seit 1920 mit dem Publizisten Heinrich Braun verheiratet. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 floh sie nach Paris. 1936 emigrierte sie nach Amerika und lebte später in New York. Dort hatte sie auch einen Sitz im Board des Leo Baeck Instituts.

Neben eigenen Publikationen gab sie die gesammelten Werke der Frauenrechtlerin Lily Braun, der 1916 gestorbenen Frau ihres Mannes, heraus sowie die Tagebuchaufzeichnungen und Briefe des hochbegabten, sehr jung im Kriege 1918 gefallenen Sohn Heinrichs und Lily, Otto Braun.

Schriften[Bearbeiten]

  • Von französischer Buchmalerei, München 1914
  • Interieur und Stilleben, Berlin 1915
  • Otto Braun – Aus nachgelassenen Schriften eines Frühvollendeten, Berlin 1919
  • Die ionische Säule, Berlin u. a.1921
  • Lily Braun. Ein Lebensbild, Berlin 1922
  • Ein Menschenleben. Heinrich Braun und sein Schicksal, Tübingen 1932
  • Art – The Image of the West, New York 1952
  • Geist und Gestalt der abendländischen Kunst, Den Haag 1957
  • Was niemals stirbt – Gestalten und Erinnerungen, Stuttgart 1966
  • Heinrich Braun – Ein Leben für den Sozialismus, Stuttgart 1967
  • Fragment der Zukunft, Stuttgart 1969

Literatur[Bearbeiten]

  • Dorothee Wierling: Eine Familie im Krieg : Leben, Sterben und Schreiben 1914-1918. Göttingen : Wallstein-Verlag, 2013

Weblinks[Bearbeiten]