Kabanjahe

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Kabanjahe
Basisdaten
Staat: Indonesien
Provinz: Nord-Sumatra
Koordinaten: 3° 8′ N, 98° 27′ O3.138611111111198.454722222222Koordinaten: 3° 8′ N, 98° 27′ O
Einwohner: 63.326 (2010)[1]
Kabanjahe (Indonesien)
Kabanjahe
Kabanjahe
Kebanjahe auf der Karte von Indonesien
Kabanjahe-Mann mit einem jungen Prinzen

Kabanjahe (übersetzt: Ingwerstadt) ist eine Stadt in der Provinz Nord-Sumatra der indonesischen Insel Sumatra und Regierungssitz des Regierungsbezirks Karo. Die Stadt liegt nördlich des Tobasees, 12 km südlich von Berastagi sowie nordwestlich der kreisfreien Stadt (Kota) Pematang Siantar und südwestlich der Provinzhauptstadt Medan.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Stadt und seine Umgebung sind Siedlungsgebiet der Karo-Batak, einer von mehreren Batakvolksgruppen (wie den Angkola-, Mandailing-, Toba-, Pakpak- und Simalungun-Batak). Heute leben hier außerdem Chinesen, Achinesen, ethnische Malaien, Minangkabau sowie umgesiedelte Javaner. Die Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholisch und in einer Minderheit muslimisch. Mit der Volkszählung 1990 wurden über 46.000 Einwohner ermittelt und eine Hochrechnung für das Jahr 2011 ergab seinerzeit ein Anwachsen auf 60.733 Bürger.[2] Tatsächlich wurde bei der Volkszählung 2010 ein Bevölkerungsstand von 63.326 Einwohnern festgestellt.

Handelsstandort[Bearbeiten]

Kabanjahe liegt im Batakgebiet und ist daher von kulturellem Interesse. Auf dem örtlichen Markt werden die Güter der Batak abgesetzt, wie beispielsweise das Ulos. Bedeutsam ist der Montagsmarkt, der regem informatorischen Austausch dient.

Tourismus[Bearbeiten]

Kabanjahe wird oft als Ausgangspunkt für den Besuch der Karo-Batak gewählt, insbesondere für Fahrten nach Barusjahe oder Lingga. Barusjahe wird auch mit Ultraleichtflugzeugen angeflogen. Allein in Lingga lassen sich ca. 30 traditionelle Batak-Häuser besichtigen, wovon ungefähr ein Dutzend Langhäuser sind.[3]

Der Sipisopiso-Wasserfall unweit von Kabanjahe

Ungefähr 24 km von Kabanjahe entfernt fällt der Sipisopiso-Wasserfall in schmaler Spur aus 120 m Höhe in den Tobasee. Auch lassen sich der 2454 m hohe Gunung Sinabung, der erstmals wieder nach 400 Jahren im August 2010 ausgebrochen ist, und der Kawar-See bequem von Kabanjahe aus erreichen. Ein weiterer Vulkan, der 2095 m hohe Gunung Sibayak, liegt nordwestlich von Berastagi und weist schwefelhaltige Quellen auf. Der Schwefel wird von den Bewohnern der Umgebung abgebaut, da er als Arzneimittel und als Pestizid verwendet wird.

Eine kulinarische Spezialität der Region ist das Schweinefleisch-Gericht Babi pangang.

Bildungswesen[Bearbeiten]

1986 wurde mit der Universitas Karo Area (UKA) eine Universität in der Stadt begründet.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Städte Kabanjahe und Berastagi sind gut miteinander verknüpft. Eine Fahrt von Stadt zu Stadt dauert etwa 90 Minuten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2010 (Seiten 239-240; PDF; 5,9 MB)
  2. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.de[3]
  3. Joshua Eliot, Jane Bickersteth, Sumatra Handbook
  4. Rita Smith Kipp, Dissociated Identities: Ethnicity, Religion, and Class in an Indonesian Society

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Volz, Königlich Preussische Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Band 1: Die Batakländer. Humboldt-Stiftung, D. Reimer (E. Vohsen), 1909
  • Wolfgang Clauss, Economic and social change among the Simalungun Batak of North Sumatra, Breitenbach, 1982 - 265 Seiten, ISBN 3-8815-6230-3
  • Tribus Bd. 55-57, Stuttgart (Germany). Museum für Länder- und Völkerkunde, Gesellschaft für Erd- und Völkerdunde e.V., Stuttgart, Stuttgart (Germany). Linden-Museum für Völkerkunde, 2006, Linden-Museum Stuttgart

historische Bilder der Karo-Batak[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kabanjahe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien