Kaimai Range

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Kaimai Range
North Island NZ Kaimai Range.png
Höchster Gipfel Te Aroha (952 m)
Lage Nordinsel, Neuseeland
Koordinaten 37° 52′ S, 175° 56′ O-37.870277777778175.9325952Koordinaten: 37° 52′ S, 175° 56′ O
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Kaimai Range mit Sendetürmen
Kaimai Range als Hintergrund des Tauranga Harbour
Crown Tramway Track entlang des Waitewheta River im Seitenarm des Karangahake Gorge

Die Kaimai Range ist eine Gebirgskette auf der Nordinsel Neuseelands. Sie findet im Norden ihren Anschluss an die Coromandel Range und im Süden ihre Fortführung über das Mamaku Plateau. Die Kaimai Range trennt Waikato im Westen von der Bay of Plenty im Osten.

Der höchste Punkt der Gebirgskette ist der 952 m hohe Mount Te Aroha, zu dessen Füßen die gleichnamige Ortschaft liegt. Das Gebiet ist zerklüftet und wird von zwei Straßen zerteilt, dem State Highway 2 über das Nordende durch die Karangahake Gorge und dem SH 29 von Tauranga nach Hamilton.

Geologie[Bearbeiten]

Die Kaimai Range entstand aus einer Verwerfung, die vor allem Andesitgestein erloschener Vulkane zu Tage förderte. Die Verwerfung entstand vor 1 Mio. Jahre und ist seit etwa 140.000 Jahren nicht mehr aktiv.

Folklore der Māori[Bearbeiten]

Der Mount Te Aroa der Kaimai Range spielt eine Rolle in der Folklore der Māori. Te Aroha bedeutet „Die Liebe“. Nach der Legende liebte der Sonnengott die Mondgöttin. Sie konnten sich aber wegen ihrer unterschiedlichen Zeiten am Himmel nie sehen. Eines Tages kam die Mondgöttin auf die Erde um den Sonnengott zu treffen, obwohl sie die Risiken kannte. Als das Tageslicht kam, wurde sie zu Stein. Dieser Stein soll ein entfernt an die Form einer Frau erinnernder Felsen nahe dem Mount Te Aroha sein, der als „Felsen der Hinemoa“ bekannt ist.

Kaimai-Tunnel[Bearbeiten]

Der Eisenbahntunnel von Kaimai verläuft über eine Strecke von neun Kilometern unter dem Gebirge, damit ist er der längste Tunnel Neuseelands. Der Bau begann 1969 von beiden Seiten. Der Durchschlag erfolgte 1976, am 12. September 1978 wurde der Tunnel eröffnet. Durch den Tunnel verkehrten zwischen 1991 bis 2001 NZR Siverfern-Triebwagen zwischen Auckland und Tauranga als Kaimai Express. Ein zuvor namenloser Gipfel direkt über dem Tunnel wurde 2010 zu Ehren der Geografin Evelyn Stokes „Stokes Peak“ genannt.[1]

Absturz von Flug 441[Bearbeiten]

Am 3. Juli 1963, gegen 9:09 Uhr, stürzte der DC-3-Skyliner ZK-AYZ des New Zealand National Airways Corporation Flug 441, vom Whenuapai Airport in Auckland nach Tauranga unterwegs, in die Berge der Kaimai Range. Alle an Bord befindlichen 23 Menschen kamen ums Leben. Damit ist das Flugzeugunglück das Schlimmste, das auf dem neuseeländischen Festland stattfand.[2][3]

Kommunikation[Bearbeiten]

Das New Zealand Post Office baute und betreibt eine Mikrowellenübertragungsstation nahe dem Kamm der Kaimai Range nach dem Sattel, über den der SH 29 führt. In den 1960ern war es eine Relaisstation als Teil eines nationalen Netzwerkes. Es verband die Station Sanitorium Hill nahe Cambridge mit Rotorua und einem Abzweig nach Tauranga. Heute wird der Turm für Mobilfunk und andere Kommunikationsdienste verwendet und wird vom Eigentümer Telecom New Zealand betrieben. [4]

Airways New Zealand unterhält ein Secondary Surveillance Radar auf dem Gipfel Te Weraiti, fünf Kilometer nördlich des SH 29. Damit wird die Flugüberwachung von mit Transpondern ausgestatteten Luftfahrzeugen in der Umgebung erleichtert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kaimai Range – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stokes Peak, Land Information New Zealand, abgerufen 9. September 2010.
  2. New Zealand's worst air disasters. New Zealand Herald. 28. November 2008. Abgerufen am 21. Januar 2009.
  3. Accident description. Aviation Safety Network. Abgerufen am 21. Januar 2009.
  4. Land Parcel: Part Section 126 Block II Tapapa SD