Kaliumlactat

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Strukturformel
Strukturformel von Kaliumlactat
Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Name Kaliumlactat
Andere Namen

E 326

Summenformel C3H5KO3
CAS-Nummer 996-31-6
PubChem 61248
ATC-Code

B05XA15

Eigenschaften
Molare Masse 128,17 g·mol−1
Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Kaliumlactat ist das Kaliumsalz der Milchsäure.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Verbindung wurde erstmals im Jahr 1847 von H. Engelhardt und R. Maddrell wissenschaftlich beschrieben.[2]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Industriell wird Kaliumlactat durch Neutralisierung von Milchsäure mit Kaliumhydroxid gewonnen.

Verwendung[Bearbeiten]

In den Weltkriegen wurde sie als Ersatz für Glycerin verwendet, um dieses für Kriegszwecke einzusparen.[3]

Für die technische Verwendung wird es als wässrige Lösung angeboten.

Es besitzt eine breitbandige antimikrobielle Wirkung.

In der Lebensmitteltechnik wird es als Feuchthaltemittel und als Säureregulator eingesetzt. Es wird oft Fleisch und Geflügelprodukten zugesetzt, um die Haltbarkeit beziehungsweise die Verkaufbarkeit zu verlängern. Kaliumlactat ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 326 für alle für Zusatzstoffe zugelassenen Lebensmittel – auch für Bio-Lebensmittel – ohne eine Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) zugelassen.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Kaliumlactat 50 %, reinst (PDF) bei Carl Roth, abgerufen am 14. Februar 2012.
  2.  H. Engelhardt, R. Maddrell: Ueber die Milchsäure und ihre Salze. In: Justus Liebigs Annalen der Chemie. 63, Nr. 1, 1847, S. 83–120, doi:10.1002/jlac.18470630104.
  3.  Albert A. Dietz, Ed. F. Degering, H. H. Schopmeyer: Physical Properties of Sodium, Potassium, and Ammonium Lactate Solutions. In: Industrial & Engineering Chemistry. 33, Nr. 11, 1941, S. 1444–1447, doi:10.1021/ie50383a027.
  4. Begrenzt zugelassene Zusatzstoffe, Anlage 4 (zu § 5 Absatz 1 und § 7) der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung