Kanton Léman

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Der Kanton Léman war ein Kanton während der Helvetischen Republik von 1798 bis 1803, der auf dem Gebiet des heutigen Kantons Waadt bestand. Als ehemaliges Untertanengebiet von Bern wurde das Waadtland nach nur vier Monate währender Unabhängigkeit als Lemanische Republik Teil der Helvetischen Republik. Nun Kanton Léman genannt, umfasste er nicht nur die frühere bernische Waadt sondern auch die ehemaligen Gemeinen Herrschaften Echallens, Orbe und Grandson. Die Bezirke Payerne und Avenches gehörten bis 1803 zum Kanton Freiburg. Der Kanton Waadt wurde 1803 durch die Mediationsakte aus dem Kanton Léman geschaffen.

Der Kanton Léman entzog im Frühjahr 1798 allen Bernern mit Gütern im Waadtland für kurze Zeit das Verfügungsrecht über ihr Eigentum. Für die Ausreise in einen anderen Kanton war ein Pass erforderlich, den Ausreisewillige erst erhielten, nachdem ein Bürgereid auf die helvetische Ordnung geschworen worden war. Dieselbe Vorschrift galt selbst für Senatoren und Grossräte, wenn sie sich zu ihren Versammlungen in den Aargau begaben.