Karl Bruckner
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Karl Bruckner (* 9. Januar 1906 in Wien; † 25. Oktober 1982 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Leben
Karl Bruckner ist als Sohn eines Buchdruckers im proletarischen Wiener Vorstadtbezirk Ottakring aufgewachsen und erlernte den Beruf des Automechanikers. Erst ab 1946 begann er zu schreiben, und wurde zu einem der international erfolgreichsten Jugendbuchautoren Österreichs.
Als Kind war Bruckner nach eigener Aussage begeisterter Teilnehmer großer Fußballschlachten mit dem „Fetzenlaberl“ auf dem benachbarten ehemaligen Exerziergelände auf der Schmelz. Der Autor legte seine lebendig erzählten Kinder- und Jugendbücher als Erziehung zum verantwortungs- und gemeinschaftsbewussten Menschentum an. Einer seiner größten Erfolge war, mit einer Gesamtauflage von über 130.000 Exemplaren, das Buch „Die Spatzenelf“. Es schildert den Weg von elf fußballbegeisterten Buben aus ärmlichen Verhältnissen zur Gemeinschaft und zum Überraschungssieg über die Jugendmannschaft eines großen Fußballvereins. Das Buch ist 1949 im kommunistischen Globus-Verlag (Wien) erstmals erschienen und erlebte bis in die 1970er Jahre unzählige Neuauflagen. Es gilt heute als eines der klassischen österreichischen Jugendbücher.
Karl Bruckners international größter schriftstellerischer Erfolg war „Sadako will leben“, die berührende Darstellung des Schicksals von Sadako Sasaki, dem japanischen Mädchen, das als Kleinkind den Atombombenabwurf auf Hiroshima überlebte, ihm aber letztlich nach Ausbruch einer strahlenbedingten Leukämie-Erkrankung doch zum Opfer fiel.
Er erhielt ein ehrenhalber gewidmetes Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40, Nummer 151).
[Bearbeiten] Werke
- Das wunderbare Leben. Ein Zukunftsroman aus dem Jahre 2443, 1948
- Der Diamant des Tobias Amberger, 1949
- Die Spatzenelf, 1948
- Pablo, der Indio, 1949
- Die große Elf, 1951
- Mein Bruder Ahual, 1952 (späterer Titel: Heiße Erde, 1965)
- Die Wildspur, 1952
- Der Häuptling und seine Freunde, 1952
- Olympiade der Lausbuben, 1953
- Giovanna und der Sumpf, 1953
- Die Trommel des Kannibalen, 1954
- Scarley wird gefährlich, 1954
- Scarley auf der Robinsoninsel, 1955
- Die Strolche von Neapel, 1955
- Der Weltmeister, 1956
- Der goldene Pharao, 1957
- Lale, die Türkin, 1958
- Viva Mexiko, 1959
- Ein Auto und kein Geld, 1960
- Giovanna, 1960
- Sadako will leben, 1961, ein Buch über Sadako Sasaki
- Nur zwei Roboter?, 1963
- In diesen Jahren. Wien 1945-1965, 1965
- Der Zauberring, 1966
- Mann ohne Waffen, 1967 (späterer Titel: Passagier in Ketten, 1977)
- Yossi und Assad, 1971
- Der Sieger, 1973
- Sadako will leben (Neuauflage), 2004
[Bearbeiten] Literatur
- Sabine Fuchs (Hrsg.): Der vergessene Klassiker. Leben und Werk Karl Bruckners. Wien: Ed. Praesens 2002 (= Kinder- und Jugendliteraturforschung in Österreich; 3), ISBN 3-7069-0142-0
- Kathrin Wexberg: Verschriftlichte Heimat? Karl Bruckner - ein österreichischer Kinderbuchautor im Spannungsfeld zwischen Literatur und Gesellschaft. Kinder- und Jugendliteraturforschung in Österreich, Band 10, Wien: Ed. Praesens, 2007, ISBN 3-7069-0370-9
- Bettina Deutsch: Land der Helden. Sportthematik in den Kinder- und Jugendbüchern Karl Bruckners. Graz: Univ. Dipl.-Arb. 2003
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Karl Bruckner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Artikel Karl Bruckner im Österreich-Lexikon von aeiou
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bruckner, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 9. Januar 1906 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 25. Oktober 1982 |
| STERBEORT | Wien |

